Hondo-Urteil: Comeback eines Ausgesperrten - DER SPIEGEL
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Hondo-Urteil Comeback eines Ausgesperrten

Vor einem Jahr war er überraschend Zweiter geworden beim Frühjahrs-Klassiker Mailand - San Remo. Diesmal sorgt der wegen Dopings gesperrte Radprofi Danilo Hondo abseits der Strecke für Schlagzeilen, will schon bald wieder Rennen fahren.
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San Remo/Palma - "Ich beantrage zum 1. April eine neue Lizenz und hoffe, dass ich im kommenden Monat in einem Pro-Tour-Team wieder Rennen fahren kann", sagte Hondo im Trainingslager auf Mallorca. Der 32-jährige Sprinter aus Cottbus war vor einem Jahr positiv auf das Aufputschmittel Carphedon getestet und daraufhin vom Internationalen Sportgerichtshof CAS bis zum 31. März 2007 gesperrt worden. Völlig überraschend hatte nun das Oberste Schweizer Kantonsgericht das Doping-Urteil im Wege einer Einstweiligen Verfügung aufgehoben.

Sowohl der Weltverband UCI als auch interessierte Teams bemühen sich derzeit um eine exakte Interpretation des Urteils. Auch Hondos ehemaliger Arbeitgeber Gerolsteiner gibt sich noch zurückhaltend. "Bevor wir vom Weltverband nichts Schriftliches haben, werden wir auch nicht aktiv", sagte Team-Manager Hans-Michael Holczer, der jedoch auch darauf verwies, dass Hondo seit einem Jahr mit "fast unverständlicher Akribie" immer weiter trainiert hat.

"Ich traue mir zu, schnell wieder vorne mitzufahren", sagte Hondo. Auch die Tour de France sei nun wieder in Reichweite. In dem Doping-Fall hatte es einige Ungereimtheiten gegeben. Darauf hatte sogar der Doping-Kritiker und Molekularbiologe Werner Franke hingewiesen und sich auf die Seite des Rad-Profis gestellt.

mac/dpa

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