IAAF-Generalsekretär: Baumann wird nicht in Sydney starten - DER SPIEGEL
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IAAF-Generalsekretär Baumann wird nicht in Sydney starten

Der Generalsekretär des Internationalen Leichathletik-Verbandes IAAF geht davon aus, dass Dieter Baumann noch von der Teilnahme an den Olympischen Spielen ausgeschlossen wird.
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Berlin - In einem Gespräch mit der Tageszeitung "Die Welt" erklärte der Generalsekretär des Internationalen Leichathletik-Verbandes, der Ungar Istvan Gyulai, dass Dieter Baumann seine Hoffnungen auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen von Sydney (15.9.-1.10.) wohl begraben müsse.

"Die IAAF ist nicht einverstanden mit der Entscheidung des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, Baumann das Startrecht zurückzugeben", prophezeite Gyulai einen aus seiner Sicht wahrscheinlichen Ausgang der sportgerichtlich letzten Anhörung vor dem Arbitration Panel der IAAF. Am 23. Juni hatte der DLV die zunächst gegen Baumann verhängte Sperre aufgehoben, womit der unter Dopingverdacht stehende 5000-Meter-Spezialist wieder an offiziellen Wettkämpfen teilnehmen durfte.

Gegenüber der "Welt" erklärte Gyulai auch das Zustandekommen des plötzlichen Sinneswandels seines Verbandes. Zunächst hatte es geheißen, das Arbitration Panel der IAAF wolle erst nach den Spielen von Sydney über die offenen Fälle, wie die der Briten Linford Christie und Doug Walker oder eben Baumanns, entscheiden. Dann aber habe das Internationale Olympische Komitee (IOC) eingegriffen.

"Das IOC hat uns aufgefordert - oder sagen wir: gebeten - eine Entscheidung noch vor Olympia herbeizuführen", gab Gyulai zu. Vor den letzten Olympischen Sommerspielen in Atlanta 1996, waren zwei in noch laufende Dopingverfahren verstrickte Athleten zugelassen worden - dies solle in Sydney unbedingt vermieden werden.