Illegaler Handel: Zoll deckt Dopingschmuggel auf - DER SPIEGEL
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Illegaler Handel Zoll deckt Dopingschmuggel auf

27.500 Tabletten und 2500 Ampullen: Zollfahndern ist ein Erfolg gegen den illegalen Handel mit Dopingmitteln in Deutschland gelungen. Bei einem Großeinsatz stellten die Ermittler Substanzen im Wert von mehreren zehntausend Euro sicher. Den Tätern drohen nun bis zu zehn Jahre Haft.
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Hamburg - Am Dienstag durchsuchten 110 Beamte in sieben Bundesländern insgesamt 23 Wohnungen, Lagerstätten und Fitnessstudios. Dabei beschlagnahmten sie Substanzen mit einem Schwarzmarktwert von mehr als 30.000 Euro, wie die Staatsanwaltschaft Kiel und die Zollfahndung Hamburg am Mittwoch mitteilten. Insgesamt seien 27.500 Tabletten, 2500 Ampullen und knapp 200 Flaschen sichergestellt worden.

Den größten Teil der illegalen Muskelaufbaupräparate und Potenzmittel fanden die Fahnder nach eigenen Angaben im Lager eines Hauptverdächtigen in Köln-Mülheim. Der 32-jährige Leverkusener Betreiber eines Fitnessstudios steht seit Herbst 2007 im Fokus der Ermittler. Damals seien Beamte auf das Label "Maxxlabs" im Internet aufmerksam geworden, unter dem diverse in Untergrundlaboren illegal hergestellte sowie eingeschmuggelte Dopingmittel verkauft worden seien.

Der mutmaßliche Haupttäter lieferte den Fahnden zufolge Anabolika und Potenzmittel gegen Vorauskasse per Post an bisher 15 festgestellte Abnehmer aus der Bodybuilder-Szene. Dabei handele es sich bis auf eine Ausnahme ausschließlich um männliche Tatverdächtige im Alter von 24 bis 54 Jahren.

Dem Hauptverdächtigen werden Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz durch illegale Einfuhr und Handel vorgeworfen. Seine Abnehmer sind verdächtig, sich wegen des Besitzes und des Handels mit verschreibungspflichtigen Medikamenten strafbar gemacht zu haben. Für die zur Last gelegten Taten drohen Strafen bis zu zehn Jahren Haft.

fpf/AP