Interview mit Erik Zabel "Habe wieder eine Perspektive"
Frage:
Herr Zabel, Sie werden im kommenden Jahr an der Seite ihres bisherigen Rivalen Alessandro Petacchi im Team Milram fahren. Was erwarten Sie von der neuen Mannschaft?
Zabel: Ich denke, dass es die richtige Wahl für mich war. Bei Fassa Bortolo wurde um Petacchi ein perfekter Sprinterzug aufgebaut. Davon können wir in Zukunft beide profitieren.
Frage: Welche Rolle können Sie denn neben dem Seriensieger Petacchi spielen?
Zabel: Es gibt rund 180 Renntage im Jahr. Da ist auf jeden Fall Platz für uns beide. Für mich war wichtig, dass ich im nächsten Jahr wieder die Tour de France und die Deutschland-Tour fahren kann, deshalb bin ich diesen Schritt gegangen.
Frage: Wie schwer fällt Ihnen der Abschied von T-Mobile nach 13 Jahren in Magenta?
Zabel: Es ist für mich nicht einfach zu gehen. Aber ich bin 35 und musste eine Entscheidung treffen. Bei der neuen Mannschaft hat sich wieder eine Perspektive für mich geöffnet.
Frage: Wie sehen Sie Ihre Chancen im WM-Straßenrennen am Sonntag, bei dem Sie und Petacchi ja noch einmal Gegner sind?
Zabel: Er ist schon der große Favorit - besonders nach seiner Siegesserie bei der Spanien-Rundfahrt. Aber ich habe mich in den letzten Tagen nach dem Vuelta-Finale sehr gut regeneriert und bin hundertprozentig vorbereitet. Ich fühle mich richtig gut drauf und freue mich auf das Rennen.
Aufgezeichnet von Martin Haas, sid