Interview mit Pascal Hens: Pommes-Power an der Elbe - DER SPIEGEL
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Interview mit Pascal Hens Pommes-Power an der Elbe

Mit hohen Erwartungen geht der HSV Handball in die Ende August beginnende Bundesliga-Saison. Ein Platz im Europapokal soll her - vor allem dank Pascal Hens. Der aus Wallau gekommene Nationalspieler erklärt im Interview mit SPIEGEL ONLINE, wieso er davon überzeugt ist, dass sein neuer Club das Ziel erreichen wird.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

SPIEGEL ONLINE:

Herr Hens, Sie hatten Angebote aus Magdeburg, Kiel und Lemgo. Warum sind Sie zum HSV und nicht zu einem Spitzenclub gegangen?

Pascal Hens: Mich hat gereizt, dass der Verein, der vorher VfL Bad Schwartau hieß, erst das zweite Jahr in Hamburg spielt und ich quasi fast von Anfang an dabei sein kann. Hier wird eine super Mannschaft aufgebaut. Und wir haben mit der Color Line Arena eine tolle Halle.

SPIEGEL ONLINE: In der Handball-Bundesliga spielen vor allem Vereine aus kleineren deutschen Städten, etwa Nordhorn oder Wallau. Glauben Sie, dass es jetzt Clubs geben wird, die dem Bad Schwartauer Beispiel folgen werden?

Hens: Ich glaube nicht, dass es jetzt eine Reihe von Umzügen geben wird, auch wenn es mittlerweile den Trend gibt, dass Vereine in größere Hallen gehen, um ein breiteres Publikum zu erreichen. Die meisten Clubs sind einfach Traditionsvereine. Gummersbach wird immer Gummersbach bleiben und nicht plötzlich Köln heißen.

SPIEGEL ONLINE: Was erwarten Sie sich von Ihrer ersten Saison beim HSV?

Hens:Wir können diese Saison einen Platz im Europapokal erreichen. Auch wenn wir einige Schlüsselpositionen neu besetzt und nicht mehr großartig Zeit haben, uns einzuspielen. Das Potenzial ist da.

SPIEGEL ONLINE: Und Ihre Ziele in der Nationalmannschaft?

Hens: Ich will bei den großen Turnieren mitspielen. Die EM Ende Januar und dann natürlich die Olympischen Spiele nächstes Jahr in Athen. Da will ich unbedingt mal dabei sein. Es wird aber ein harter Konkurrenzkampf werden, wir haben so viele gute Spieler. Da muss ich schon eine sehr gute Saison spielen.

SPIEGEL ONLINE: Das erste Bundesligaspiel findet am 30. August ausgerechnet gegen Ihren ehemaligen Verein Wallau-Massenheim statt.

Hens: Darauf freue ich mich sehr. Ich habe immer noch viel Kontakt zu meinen alten Kollegen. Sicher ist es komisch, gegen Freunde zu spielen. Aber so ist das Geschäft, ich will natürlich gewinnen.


Das Interview führte Susanne Worch

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