Interview mit Segelstar Schümann: "Wir sind bereit für den Kampf" - DER SPIEGEL
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Interview mit Segelstar Schümann "Wir sind bereit für den Kampf"

Die Finalserie in der Qualifikation zum America's Cup gegen Oracle BMW Racing war eine klare Angelegenheit für Alinghi. Der Sportdirektor des Schweizer Segelsyndikats, der Deutsche Jochen Schümann, ist davon überzeugt, dass sein Team auch im Titelkampf gegen den amtierenden Champion Neuseeland bestehen wird.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Herr Schümann, Ihr Team ist offizieller Herausforderer von Team Neuseeland im 31. Finale um den Americas Cup. Was bedeutet das für Sie, den dreimaligen Olympiasieger?

Jochen Schümann: Ich bin sehr glücklich. Mit dem Sieg ist unser großes Ziel erreicht. Ab jetzt beginnt der Traum. Und natürlich wollen wir jetzt noch mehr.

Das Ergebnis von 5:1 spricht eine deutliche Sprache. War Alinghi Challenge zu stark für Oracle BMW Racing?

Schümann: Wir haben in den letzten Tagen gut gesegelt, wollen uns aber zum America's Cup noch steigern. Oracle hat heute zu viel riskiert und sich in der Vorstartphase nicht sonderlich schlau angestellt.

Ihr Gegner im Americas Cup hat die Fachwelt mit innovativen Technologien beeindruckt. Die beiden neuseeländischen Yachten haben unter dem Kiel eine zweite Haut, den so genannten Hula-Anhang. Das soll die Boote schneller machen. Die "Alinghi" wirkt dagegen vergleichsweise konservativ. Können Sie dennoch bestehen?

Schümann: Wir wissen noch nicht genau, was der Hula wirklich bringt. Und deshalb sind auch wir Segler sehr gespannt auf das Duell gegen die Neuseeländer. Eines kann ich aber versprechen: Wir sind bereit für den Kampf.

Mit welchen Gedanken sind Sie in das letzte Duell mit Oracle BMW Racing gegangen?

Schümann: Wir hatten vor dieser sechsten und entscheidenden Begegnung einen Tag frei. Ich war mit meiner Frau und meinem Sohn im Kino. Wir haben uns "Catch me if you can" angesehen und ich habe dabei an Oracle BMW Racing gedacht. Sie konnten uns heute tatsächlich nicht mehr fangen.

Das Interview führte Tatjana Pokorny, dpa

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