IOC-Chef in Leipzig: "Intelligent und innovativ" - DER SPIEGEL
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IOC-Chef in Leipzig "Intelligent und innovativ"

Leipzigs Hoffnungen auf die Anerkennung als offizieller Kandidat für die Olympischen Spiele 2012 sind nach dem Besuch von Jacques Rogge gestiegen. Der IOC-Präsident war nach einem ersten Eindruck vor Ort durchaus überzeugt.
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Leipzig - "Natürlich ist Olympia auch in einer kleinen Stadt wie Leipzig definitiv möglich, vor allem mit der großen Unterstützung von Region und Land", sagte der Belgier zum Abschluss auf einer Pressekonferenz in der Alten Handelsbörse und verwies auf das Beispiel der Winterspiele 1994 in Lillehammer.

Für die Leipziger war es der stolzeste Tag seit ihrem Sieg in der nationalen Ausscheidung vor einem Jahr. "Seit heute hat sich mein Optimismus gesteigert, dass wir die erste Hürde am 18. Mai nehmen und nächstes Jahr auf dem Siegertreppchen stehen können", sagte Innenminister Schily. Beim wichtigen Thema Sicherheit könne er sogar "die Spitze an höchstem Standard" garantieren.

Unterschied zu den übrigen Bewerbern

"Die Botschaft 'Leipzig ist Olympia' ist rübergebracht", freute sich auch Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher. Oberbürgermeister Tiefensee habe die Bewerbung fantastisch präsentiert, Leipzig habe weit mehr als eine Außenseiterchance, "weil es anders ist als alle anderen Bewerber".

Rogge vermied diplomatisch jede konkrete Aussage zu den Chancen einzelner unter den neun Bewerbern: "Das IOC steht bei der Vorauswahl vor keiner leichten Aufgabe." Doch er lobte ausdrücklich den Leipziger Plan der Unterbringung in ehemaligen Stadtvillen als "eine intelligente und sehr innovative Idee". Dies könne sich wie temporäre Sportstätten als "starkes olympisches Vermächtnis" erweisen.

Die offizielle Visite des IOC in den Bewerberstädten für die Spiele 2012 wird allerdings erst Anfang 2005 stattfinden. Am 18. Mai 2004 entscheidet das IOC über den Status "Candidate-City" und trifft damit eine Vorauswahl. Im Juli 2005 wird dann über den endgültigen Austragungsort abgestimmt. Neben Leipzig bewerben sich acht weitere Städte, darunter Metropolen wie New York, Paris, London und Moskau.