IOC: US-Verband verschleiert Doping-Fälle - DER SPIEGEL
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IOC US-Verband verschleiert Doping-Fälle

Wenn die Angaben des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) stimmen, könnte der Fall C.J. Hunter nur die Spitze eines großen Eisbergs sein.
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Im Zusammenhang mit den Doping-Vorwürfen gegen den amerikanischen Kugelstoßer C.J. Hunter hat der Chefmediziner des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), der Belgier Alexandre de Merode, schwere Anschuldigungen gegen den amerikanischen Leichtathletik-Verband (USATF) erhoben.

Wie der Internetdienst des amerikanischen Fernsehsenders CNN am Montag meldete, soll Merode behauptet haben, dass der USATF bereits vor den Olympischen Spielen von Seoul 1988 fünf Doping-Fälle bewusst verschwiegen habe. CNN zufolge sagte Merode, er könne sich zwar nicht mehr an die Namen der Athleten erinnern, ausschließen wolle er aber nicht, dass die betreffenden Sportler bei den Spielen in Südkorea Medaillen gewonnen hätten. Bei den von Merode angesprochenen Fällen soll es sich um positive Tests außerhalb von Wettkämpfen gehandelt haben, die dem IOC von Seiten der USATF nicht gemeldet worden waren.

Am Freitag bereits hatte der Anti-Doping-Experte des Internationalen Leichtathletik-Verbandes IAAF, der Schwede Arne Ljungqvist, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters erklärt, dass führende US-Leichtathletik-Funktionäre im Zeitraum der letzten zwei Jahren 15 verdächtige Dopingtests dem IAAF nicht gemeldet hätten. Ljungqvist sagte, dass der IAAF bei der Durchsicht von Analyseberichten des in Indianapolis ansässigen, verantwortlichen Labors auf positive Befunde gestoßen sei. Über diese sei das IOC vom US-Verband nicht informiert worden.