Jamaika droht nach positiver A-Probe nächster Doping-Fall - DER SPIEGEL
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Taekwondo-Kämpfer Edwards Jamaika droht der nächste Dopingfall

Nach den jüngsten Skandalen um die positiven B-Proben der Sprintstars Asafa Powell und Sherone Simpson droht Jamaika der nächste Dopingfall. Diesmal trifft es Taekwondo-Kämpfer Kenneth Edwards - der beteuert seine Unschuld
Taekwondo-Kämpfer Edwards: Positiv auf Diuretika getestet
Taekwondo-Kämpfer Edwards: Positiv auf Diuretika getestet

Taekwondo-Kämpfer Edwards: Positiv auf Diuretika getestet

Foto: AP/dpa
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Hamburg - Die positiven Fälle der Leichtathletik-Weltstars Asafa Powell, Sherone Simpson und Veronica Campbell-Brown haben Jamaika einen handfesten Dopingskandal beschert. Nun wurde ein weiterer Olympia-Teilnehmer des Karibik-Staates positiv getestet. Bei Taekwondo-Kämpfer Kenneth Edwards, 2012 bei den Olympischen Spielen in London am Start, wurde bereits im September ein sogenanntes Diuretikum nachgewiesen. Dieser Wirkstoff dient der Entwässerung des Körpers, kann aber auch Dopingsubstanzen verschleiern. Daher stehen Diuretika auf der Liste der verbotenen Substanzen.

Edwards beteuert trotz der positiven A-Probe auf der Facebook-Seite des Jamaikanischen Olympia-Teams  seine Unschuld: Seit Juli habe er keinen Wettkampf mehr bestritten, derzeit befinde er sich in Wettkampf-Vorbereitungen. "Es gibt keinen praktischen Grund, in den Vorbereitungen ein Diuretikum zu benutzen", schreibt der Kampfsportler. Er würde zudem nichts tun, um seinen Status als professioneller Athlet aufs Spiel zu setzen. Mit dem Dopingvorwurf will er sich darum nicht abfinden: "Ich habe die feste Absicht, diese Ergebnisse anzufechten". Er habe die Öffnung der B-Probe beantragt und warte nun auf das Ergebnis.

Im Heimatland von Sprint-Superstar Usain Bolt reiht sich der Fall Edwards in die Schlange der jüngsten Skandale ein. Die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada hatte erst kürzlich moniert, dass sie in Jamaika keine Fortschritte für ein glaubwürdigeres Dopingkontrollsystem erkennen könne und deshalb sogar mit einem Ausschluss des Karibik-Landes bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro gedroht.

roe/sid