Jamaikas Anti-Doping-Agentur führungslos - DER SPIEGEL
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Rücktritt der Führung Jamaikas Anti-Doping-Agentur führungslos

Der Anti-Doping-Kampf in Jamaika steht vor einem Neuanfang: Nach Diskussionen um das Kontrollsystem trat die Führung der nationalen Anti-Doping-Agentur Jadco geschlossen zurück.
Gedopte Sprinterin Campbell-Brown (2008 in Peking): "Interessenskonflikte"
Gedopte Sprinterin Campbell-Brown (2008 in Peking): "Interessenskonflikte"

Gedopte Sprinterin Campbell-Brown (2008 in Peking): "Interessenskonflikte"

Foto: David J. Phillip/ AP
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Hamburg - Jamaikas Sportministerin Natalie Neita-Headley begrüßte den Rücktritt der Jadco-Führungsriege: "Er war nötig, weil es in der öffentlichen Wahrnehmung Interessenskonflikte gab."

Die Entscheidung des zwölfköpfigen Gremiums kam nicht völlig überraschend. Bereits in den vergangenen Monaten hatte die Welt-Anti-Dopingagentur Wada die Jamaikaner kritisiert und den Athleten der Karibikinsel mit einem Olympiaausschluss gedroht. Wada-Direktor David Howman bezeichnete das Testprogramm als völlig unzureichend.

In den fünf Monaten vor Olympia 2012 in London soll Jamaikas Anti-Doping-Agentur nur eine Kontrolle außerhalb der Wettkämpfe durchgeführt haben. In diesem Jahr waren acht Sportler bei Jamaikas Meisterschaften überführt worden, unter ihnen sechs Leichtathleten, angeführt vom ehemaligen 100-Meter-Weltrekordler Asafa Powell sowie den Weltklassesprinterinnen Sherone Simpson und Veronica Campbell-Brown.

goe/sid

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