Jan Ullrich: Endlich wieder Wettkampf - DER SPIEGEL
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Jan Ullrich Endlich wieder Wettkampf

Am Dienstag wird Jan Ullrich bei der Sarthe-Rundfahrt in Frankreich sein Comeback auf dem Rad feiern, nachdem der Radsport-Weltverband (UCI) ihm die Lizenz erteilt hat. Bis zuletzt hatte es Unklarheiten gegeben, weil Ullrichs Rennstall Coast eine vom Verband geforderte Bank-Bürgschaft schuldig geblieben war.
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Nantes - 16 Stunden vor seiner lange geplanten Rückkehr ins Renngeschehen erhielt Jan Ullrich in Nantes die Nachricht, dass seinem Start bei der am Dienstag beginnenden Sarthe-Rundfahrt nichts mehr im Weg steht. "Jan wird am Dienstag starten, die UCI hat grünes Licht gegeben", frohlockte Ullrich-Manager Wolfgang Strohband, nachdem er die Nachricht erfuhr. Am Nachmittag war die offizielle Bestätigung durch den Radsport-Weltverband UCI bei Ullrichs neuem Team Coast eingetroffen.

Lange hatten sich Ullrich und sein Betreuerstab gedulden müssen, bevor auch die letzte Hürde zu seinem Comeback genommen war. Einen Tag zuvor hatte Pevenage noch mögliche Konsequenzen angedeutet, falls der erste Start des 29-Jährigen für seinen neuen Rennstall nach 14-monatiger Pause doch noch platzen würde. "Jan braucht auch Ruhe und Sicherheit, um sich weiter optimal vorbereiten zu können", sagte Pevenage. Bis zur letzten Frist hatte der Rennstall Coast gewartet, ehe er die vom UCI geforderte Bürgschaft vorgelegte.

"Absolut schmerzfrei"


Nach Ablauf seiner Sperre wegen Drogenmissbrauchs vor zwei Wochen und einer Vorbereitung, die zuletzt ohne Probleme verlaufen war, hatte Ullrich sportlich und medizinisch schon seit Tagen grünes Licht für seinen späten Saison-Auftakt. "Das Knie ist absolut schmerzfrei. Ich bin überzeugt, gut mitrollen zu können", so der Tour-de-France-Sieger von 1997, der im vergangenen Jahr zweimal am rechten Knie operiert worden war.

Die letzten zehn Tage vor seiner Anreise nach Nantes, wo das viertägige Etappenrennen gestartet wird, hatte er noch einmal in der Toskana trainiert. "Die letzten Wochen hatte ich einen echten Leistungsschub", versichert Ullrich und zeigt sich nach einem verlorenen Jahr voller Vorfreude auf seine lange ersehnte Rückkehr in den Kreis der weltbesten Rennfahrer: "Ich bin sehr motiviert, aber auch aufgeregt, weil ich natürlich nicht genau weiß, wo ich stehe."

Aufatmen auch bei Coast


Mit Ullrich treten Tobias Steinhauser (Scheidegg), Sprinter Sven Teutenberg (Mettmann) sowie Steffen Radochla (Borna), Torsten Rund (Lübben) und der Schweizer Niki Aebersold bei "La Sarthe" an. Nach Wochen, die von negativen Schlagzeilen um den zwischenzeitlichen Lizenzentzug für Coast sowie angebliche finanzielle Unregelmäßigkeiten geprägt waren, hofft Coast-Teamsprecher Marcel Wüst für den Essener Rennstall nun auf eine Kehrtwende: "Jetzt steht hoffentlich wieder der Sport im Vordergrund."