Jeneba Tarmoh verzichtet auf Entscheidungsrennen gegen Allyson Felix - DER SPIEGEL
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Fotofinish Tarmoh verzichtet auf Entscheidungsrennen

Jeneba Tarmoh verzichtet auf ein Entscheidungsrennen gegen Allyson Felix - und damit auf einen Startplatz bei den Olympischen Spielen. Die beiden Sprinterinnen waren bei den US-Trials über 100 Meter zeitgleich gewesen, der Leichtathletik-Verband wollte in einem direkten Duell die Entscheidung herbeiführen.
Sprinterin Tarmoh: Verzicht auf Entscheidungsrennen
Sprinterin Tarmoh: Verzicht auf Entscheidungsrennen

Sprinterin Tarmoh: Verzicht auf Entscheidungsrennen

Foto: Andy Lyons / AFP
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Hamburg - Was Stoppuhr und Zielfoto nicht entscheiden konnten, hat nun Jeneba Tarmoh entschieden. Die 22-Jährige verzichtet auf ein Entscheidungsrennen gegen Allyson Felix im Kampf um einen Startplatz bei den Olympischen Spielen in London.

Beide Sprinterinnen hätten am Montag bei den US-Trials über 100 Meter gegeneinander antreten sollen, um den letzten verbliebenen Startplatz über die Distanz bei den Olympischen Spielen untereinander auszumachen. Durch Tarmohs Verzicht ist Felix nun sicher in London dabei.

"Ich habe mich dazu entschieden, meinen geteilten dritten Platz an Allyson Felix abzutreten", teilte Tarmoh nach Informationen der "New York Times" in einer E-Mail an den US-Leichtathletikverband mit. "Mir ist bewusst, dass ich damit keinen Anspruch mehr auf einen Platz beim Olympischen 100-Meter-Rennen habe und als Ersatzläuferin zum Einsatz kommen könnte", so Tarmoh weiter.

Auch nach mehreren Auswertungen des Zielfotos hatten die Kampfrichter beim Ausscheidungsrennen am 24. Juni nicht ausmachen können, welche der beiden Sprinterinnen auf dem dritten Platz landete und damit den letzten Olympiastartplatz in dieser Disziplin ergatterte. Zwischenzeitlich stand selbst ein Münzwurf als letztes Mittel zur Entscheidungsfindung im Raum.

Doch dann wurde ein Entscheidungsrennen anberaumt. Tarmoh, die zunächst mit einem Vorsprung von 0,0001 Sekunden zur Drittplatzierten gekürt worden war, kritisierte ein Duell: "Tief in meinem Herzen spüre ich, dass ich den dritten Platz verdient hatte. Ich fühle mich fast, als hätte man mich bestohlen," sagte sie. Der US-Leichtathletikverband habe sie gezwungen, dem Entscheidungslauf zuzustimmen.

luk/Reuters