Kampf gegen Doping Wada spürt 16 Sünder auf
Salt Lake City - Die Arbeit der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada hat im Jahr vor den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City große Wirkung gezeigt. Von den 3639 Trainingskontrollen der Wada zeigten die Analyse-Ergebnisse in 27 Fällen einen erhöhten Wert, 16 Sportler davon wurden bislang dafür bestraft, teilte Wada-Chef Richard Pound am Eröffnungstag der Winterspiele mit. Vier der Fälle befinden sich nach Pounds Worten noch in der Untersuchungsphase, sechs Athleten kommen ohne Sanktionen davon, in einem Fall wurde eine Verwarnung ausgesprochen. "Es sind nur ein halbes Prozent der getesteten Athleten, die betrogen und dafür bestraft wurden. Dies ist ein gutes Zeichen", erklärte Pound.
Erneut ein Bobfahrer
Unter den 16 Doping-Sündern ist keiner, der nach der Eröffnung des
Olympischen Dorfes in Salt Lake City erwischt wurde. Mit Ireneusz
Zamlynski aus Polen ist jedoch der dritte Bobfahrer in kurzer Zeit
eines Nandrolon-Vergehens überführt worden. Er war bereits am 3.
Dezember 2001 getestet worden. Zuvor waren der US-Bremser Pavle
Jovanovic und der Lette Sandis Prusis ertappt und gesperrt worden.
Prusis allerdings darf nach einer Entscheidung des Internationalen
Sportgerichtshofs (CAS) dennoch an den Winterspielen teilnehmen.
"Dies werden die dopingfreiesten Spiele in der olympischen
Geschichte werden", meinte Pound. Die Verkündung der Doping-Fälle
habe die WADA extra auf den Eröffnungstag der XIX. Winterspiele
gelegt. "Ich glaube, es gibt keinen besseren Tag. Wenn die Athleten
einmarschieren, können sie sicher sein, dass fast alle Starter sauber
sind", so Pound.
Tests auch in der NHL
Von den 3639 Wada-Kontrollen, die von Sportlern aus 76 Nationen in
49 Ländern abverlangt wurden, entfielen 1621 auf Athleten der sieben
internationalen Wintersportverbände. In der Gesamtzahl sind auch 213
Tests auf Blutdoping enthalten. Erstmals wurden 111 Spieler der
nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL getestet.