Kanu: Drama um Goldfavorit - DER SPIEGEL
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Kanu Drama um Goldfavorit

Bei den olympischen Kanu-Wettbewerben ist die erste Goldhoffnung der deutschen Kanuten geplatzt. Kajak-Weltmeister Lutz Liwowski wurde im Halbfinalrennen wegen Fehlstarts disqualifiziert.
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Sydney - Die deutsche Mannschaftsführung verzichtete nach der Disqualifikation von Liwowski auf einen Protest. "Die Schuld liegt eindeutig beim Athleten. Es ist unbegreiflich, wie das so einem erfahrenen Athleten passieren konnte. Mit einem Protest würde ich mich lächerlich machen", erklärte Cheftrainer Josef Capousek.

"Ich bin sehr traurig, dass die Mannschaftsführung so wenig für mich gekämpft hat", sagte Liwowski, der nach eigener Auffassung am Start nur das gemacht habe, "was alle anderen auch tun". Auch die Video-Analyse habe gezeigt, dass er eher einen Nachteil als einen Vorteil durch sein vorzeitiges Hineindrücken in den Startschuh gehabt habe.

Der deutsche Canadier-Zweier mit Stefan Uteß und Lars Kober aus Neubrandenburg und Berlin erreichte über 1000 Meter das neunte Boot als Halbfinalsieger den Endlauf.

Für eine weitere Überraschung hatte am Morgen die Jury- Entscheidung gesorgt, die die Disqualifikation des Doppel- Olympiasiegers Martin Doktor nach einem tschechischen Einspruch zurücknahm. Die Jury folgte damit der Ansicht des Streckenrichters, der erklärte, der Tscheche habe im Vorlauf der Canadier-Einer über 500 Meter die Fünf-Meter-Regel eingehalten und sei nicht auf der "Welle" von Andreas Dittmer (Neubrandenburg) gefahren. Damit setzte die Jury die Vortags-Disqualifikation durch die Wettkampf- Kommission außer Kraft, Favorit Doktor darf nun im Finale starten.