Aufregung beim Kentucky Derby Sieger behindert Konkurrenten und wird disqualifiziert
Luis Saez auf Maximum Security (Dritter von links)
Foto: John Minchillo / APDieser Ausgang des Kentucky-Derbys wird in die Geschichtsbücher eingehen: Vollblüter "Maximum Security" erreichte mit seinem Reiter Luis Saez und eineinhalb Pferdelängen Vorsprung die Ziellinie des traditionsreichen Galopprennens in Louisville, gewonnen hat das Paar dennoch nicht.
Nach einer mehr als 20-minütigen Untersuchung disqualifizierten die Stewards den Erstplatzierten, da er in der Kurve vor der Zielgeraden bei matschigem Untergrund mehrere Konkurrenten behindert haben soll. Die Szene ist in einem Video von "NBC Sports" zu sehen:
An explanation of the historic inquiry ruling that disqualified Maximum Security, making Country House the @KentuckyDerby winner. pic.twitter.com/YZqqn4ucbJ
— NBC Sports (@NBCSports) May 4, 2019
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Bis auf einen Vorfall im Jahr 1968, bei dem "Dancer's Image" nachträglich der Sieg aberkannt wurde, da im Urin des Tieres nach dem Rennen verbotene Substanzen gefunden wurden, gab es in der 145-jährigen Geschichte des Kentucky Derbys bisher keine weitere Disqualifikation des Erstplatzierten.
Der Sieg des mit rund drei Millionen US-Dollar dotierten Rennens ging an Außenseiter "Country House" mit Jockey Flavien Prat, der sich nach dem Zieleinlauf bei den Stewards beschwert hatte. Die Wettquote für dieses Pferd lag bei 65:1.
Der Galoppsport zwischen Tradition und Kritik
Nachdem "Omaha Beach" aufgrund von Atemwegsbeschwerden nicht an den Start gehen konnte, galt "Maximum Security" als Favorit des Rennens. Sein Reiter und dessen Trainer hatten nach dem Rennen bereits ihren vermeintlichen Sieg bejubelt - zu früh. Die Besitzer des Pferdes denken nun über eine Berufung nach.
Das Kentucky-Derby ist das erste Rennen der traditionsreichen "US-Triple-Crown"-Serie. Die weiteren Wettbewerbe sind das Preakness Stakes am 18. Mai in Baltimore sowie das Belmont Stakes am 8. Juni in New York.
Der Galoppsport in den USA steht derzeit massiv in der Kritik: Auf Kaliforniens wichtigster Rennbahn "Santa Anita Park" waren im Zeitraum zwischen Dezember 2018 und April 2019 23 Tiere tödlich verunglückt.