Kirchenkritik "Boxen ist versuchter Mord"
Rom - So sei Boxen "eine legalisierte Form von versuchten Mord", schreibt das Jesuiten-Magazin in einem Beitrag. In dem Text, der überschrieben wurde mit dem Titel "Die Unmoral des Boxens", wird die Sportart mit den erbarmungslosen Schlachten der Gladiatoren im alten Rom verglichen. Boxer, die nicht im Ring zu Tode kommen, hätten auf lange Sicht gesundheitliche und seelische Folgen zu erleiden, so "La Civiltà Cattolica". Zudem würden die Kämpfer von ihren Managern nur missbraucht, um viel Geld zu verdienen. Insgesamt würde der Faustkampf göttlichen Prinzipien widersprechen.
Für den Generalsekretär des italienischen Boxverbandes Riccardo De Girolami sind diese Behauptungen nur auf der Basis von Unkenntnis getroffen worden. Das Blatt habe alte Klischees aufgewärmt, vom wirklichen Boxsport verstehe man aber nichts, so De Girolami.