Klitschkos Geständnis Küssen ging nicht mehr
Berlin - Der Schwergewichtsboxer Witalij Klitschko konnte seine Frau nach dem Kampf gegen den amerikanischen Box-Weltmeister Lennox Lewis drei Tage lang nicht küssen. Das sagte der in Deutschland lebende Ukrainer in der ARD-Sendung "Beckmann", die am Montag ausgestrahlt werden soll. Bei dem Kampf am Samstag voriger Woche hatte sich Klitschko schwere Gesichtsverletzungen an Auge und Mund zugezogen und war daraufhin für technisch K.o. erklärt worden.
Seinem Sohn Egor-Daniel erklärte er nach eigenen Worten: "Echte Männer haben keine Schmerzen." Daraufhin habe sein Sohn geantwortet "Ich werde auch ein echter Mann, dann hab ich auch keine Schmerzen." Er wünsche sich nicht unbedingt, dass sein Sohn Boxer werde, sagte Klitschko weiter. Die Verletzung ist inzwischen aber sehr gut verheilt und Klitschko kann mit einer Rückkehr in den Ring in etwa drei Monaten rechnen.
Nach Informationen der "Welt am Sonntag" macht sich der US-Box-Promoter Don King für einen Rückkampf zwischen Klitschko und Lewis stark. "Lewis war ein großer Champion. Aber Witalij kann ein großer Champion werden. Ich wünsche mir ein Rematch", sagte King der Zeitung. Witalij Klitschko und sein Bruder Wladimir könnten nach Einschätzung Kings die Zukunft des Boxens bestimmen. "Sie haben das Potenzial, das Schwergewicht für zehn Jahre zu beherrschen", sagte King. Der Kampf gegen Lewis habe Klitschko in den USA zum Helden gemacht.
Klitschkos Manager Klaus-Peter Kohl sagte unterdessen in einem Interview mit dem ZDF, dass er versuchen wolle, den Rückkampf nach Deutschland zu holen. Allerdings, so Kohl, "hat Witalij den Kampf verloren und da rutscht man die Rangliste erst einmal nach unten. Ich werde trotzdem alles unternehmen, dass es klappt."