Kummer-Vertrag: Astana wildert weiter bei T-Mobile - DER SPIEGEL
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Kummer-Vertrag Astana wildert weiter bei T-Mobile

In Kasachstan wird an der Kopie eines Renommier-Rennstalls gearbeitet: Das Astana-Team hat mit Mario Kummer den nächsten ehemaligen Angestellten von T-Mobile verpflichtet. Kummer soll den Belgier Walter Godefroot unterstützen.
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Hamburg - Wie heute bekannt wurde, unterschrieb Kummer gestern bei Astana einen Vertrag als sportlicher Leiter ab 1. Januar kommenden Jahres. In gleicher Funktion hatte der 43-Jährige bis Ende Juli 2006 beim T-Mobile-Team gearbeitet. Kummer soll Astana-Sportdirektor Godefroot unterstützen, der ihn einst in den Bonner Telekom-Rennstall geholt hatte. Der Belgier und der Luxemburger Astana-Manager Marc Biver hatten Kummer bereits im Sommer ein Angebot unterbreitet, als T-Mobile den Vertrag mit Teamchef Olaf Ludwig auflöste. Damals zögerte Kummer noch, der als Exprofi italienisch, englisch, französisch und russisch spricht.

"Mario gehört zu den Topleuten der Radszene, deshalb holen wir ihn ins Team", sagte Godefroot. "Wir wollen in der kommenden Saison Spitze sein." Astana hofft auf eine ProTour-Lizenz, nachdem durch den Rückzug von Phonak ein Platz unter den 20 Mitgliedern der "ersten Liga" frei wurde. Allerdings bewerben sich mit Unibet (Belgien) und Barloworld (England) zumindest zwei weitere Rennställe um den Aufstieg.

Astanas Kapitän ist Vuelta-Sieger Alexander Winokurow (Kasachstan), der Ende 2005 T-Mobile verließ. Zudem fahren mit Andreas Klöden, Sergej Iwanow, Eddy Mazzoleni und Matthias Kessler vier Profis im kommenden Jahr für die Kasachen, die bis Ende 2006 noch bei den Bonnern unter Vertrag stehen. "Selbst wenn wir die Lizenz nicht bekommen, wäre das kein Drama", sagte Godefroot. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei der Stärke unserer Mannschaft ein Veranstalter selbst der großen Rundfahrten auf uns verzichten will. Dann starten wird eben mit einer Wildcard."

Möglicherweise wird noch ein weiterer ProTour-Platz frei, wenn die Lizenz von Manolo Saiz nicht verlängert wird, der in den spanischen Dopingskandal verwickelt sein soll und deshalb seinen Hauptsponsor Liberty Seguros verlor. Astana ist Nachfolger des Liberty-Seguros-Teams, dessen Teamchef Saiz war.

goe/sid

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