Lance Armstrong lehnt Kooperation mit Usada ab - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Gedopter Ex-Radsportler Armstrong lehnt Kooperation mit Usada ab

Lance Armstrong wird keine weiteren Details über seine Dopingpraktiken preisgeben. Die von der Usada angestrebte Zusammenarbeit lehnte der Amerikaner ab. Er wolle sich nicht "dämonisieren" lassen, teilte sein Anwalt mit.
Ex-Radsportler Armstrong: Keine Aussagen unter Eid
Ex-Radsportler Armstrong: Keine Aussagen unter Eid

Ex-Radsportler Armstrong: Keine Aussagen unter Eid

Foto: MIKE HUTCHINGS/ REUTERS
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Lance Armstrong macht weiter das, was er am besten kann: vertuschen. Der gedopte Radsportler will nicht mit der US-Anti-Doping-Agentur Usada zusammenarbeiten. Sein Mandant werde nicht wie verlangt unter Eid vor dem Gremium aussagen, um sein ganzes Wissen über Dopingpraktiken im Radsport offenzulegen, teilte Anwalt Tim Herman mit. Die Armstrong von der Usada gesetzte Frist für eine Zusammenarbeit lief am Mittwoch ab.

Armstrong werde nicht an einem Prozess teilnehmen, der nur dazu diene, "ausgewählte Individuen zu dämonisieren", sagte Herman. Die Usada hatte den Amerikaner, der wegen Dopings alle seine sieben Siege bei der Tour de France verloren hatte, aufgefordert, mit ihr zusammenzuarbeiten. Nur dann könnte er auf eine Reduzierung seiner lebenslangen Sperre hoffen.

Die Usada reagierte mit einer Stellungnahme auf Armstrongs Entscheidung: "Wir werden nun unsere Untersuchungen ohne ihn fortsetzen und mit der Wada und anderen internationalen Behörden zusammenarbeiten."

Nach jahrelangem Schweigen hatte der 41-jährige Armstrong im Januar in der Talkshow von Oprah Winfrey eigenes Doping gestanden, aber keine weiteren Details preisgegeben.

leh/dpa