Lance Armstrong: "Vierter Sieg ein großes Ziel" - DER SPIEGEL
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Lance Armstrong "Vierter Sieg ein großes Ziel"

Schon kurz nach seinem dritten Tour-Triumph in Folge denkt Lance Armstrong schon an die Titelverteidigung bei der Frankreich-Rundfahrt 2002.
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Paris - "Der vierte Sieg im nächsten Jahr ist ein großes Ziel", erklärte Armstrong, der am Ende 6:44 Minuten Vorsprung auf den zweitplatzierten Jan Ullrich hatte - 42 Sekunden mehr als beim vorigen Mal. Wie schon vor zwölf Monaten landete der Spanier Joseba Beloki (9:53 Minuten zurück) auf dem dritten Platz.

Für seinen dritten Gesamtsieg - sein US-amerikanischer Landsmann Greg Lemond hatte genauso häufig gewonnen (1986, 1989 und 1990) - kassierte Armstrong umgerechnet rund 660.000 Mark, Ullrich die Hälfte. "Es war wie immer etwas Besonderes, in Gelb nach Paris zu fahren. Diese Atmosphäre ist einmalig", spendete der US-Postal-Kapitän routiniert Lob: "Ich liebe meinen Beruf. Die Tour ist das Größte für mich."

In den nächsten Tagen werde er entscheiden, ob er auch noch an der Spanien-Rundfahrt, der Ende August beginnenden Vuelta, teilnehmen werde, erklärte Armstrong. Bei der Weltmeisterschaft im Oktober wird der Olympia-Dritte definitiv nicht an den Start zu gehen.

Ullrich zum vierten Mal Tour-Zweiter

Jan Ullrich, der die Tour nach 1997 zum zweiten Mal gewinnen wollte, am Ende aber wie schon 1996, 1998 und 2000 nur Zweiter wurde, zog ein positives Fazit der 88. Frankreich-Rundfahrt. "Ich bin aber auch über den zweiten Platz sehr glücklich. Auch diese Platzierung ist nicht selbstverständlich."

Der Sieg sei jedoch unmöglich gewesen, sagte der Telekom-Kapitän: "Ich habe alles versucht, aber Lance war einfach zu stark. Er hat überhaupt keine Schwäche gezeigt." Er habe dieses Jahr vielleicht nicht alles, aber doch sehr viel richtig gemacht, so Ullrich: "Der Vorbereitung war gut, aber Lance hat vielleicht noch härter trainiert."

Armstrong und Ullrich dominierten

"Armstrong und Ullrich standen deutlich über der Konkurrenz, und ich sehe keinen, der daran in näherer Zukunft etwas ändern könnte", bilanzierte Tour-Direktor Jean-Marie Leblanc.

Die Doping-Diskussion blieb trotz der Verdächtigungen gegen Armstrong und der Überführung eines Fahrers nur ein Randthema. Allerdings wiesen nach Informationen des Weltverbandes UCI 32 von 122 Urinproben Spuren von Kortekoiden auf, die nur nach ärztlichem Attest verabreicht werden dürfen.

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