Lars Burgsmüller Raus, aber zufrieden
Melbourne - "Es war ein gutes Turnier für mich", meinte der 25-Jährige, nachdem er kurz zuvor in nicht einmal anderthalb Stunden mit 1:6, 2:6, 1:6 gegen den Briten eingegangen war. "Ich habe hier gute Leute geschlagen, drei harte Matches in der Qualifikation gewonnen und stand zum ersten Mal in der dritten Runde."
"Sein Aufschlag war unglaublich", stöhnte Burgsmüller nach der Rusedski-Gala und gab unumwunden zu: "Ich hatte im Endeffekt kein Konzept." Er habe "keine Ahnung" gehabt, was los gewesen sei: "Ich war praktisch gar nicht auf dem Platz."
Trösten konnte sich der Essener mit 39.000 Mark Preisgeld und der Gewissheit, sein Punktekonto im Champions Race weiter aufgestockt zu haben. "Ich bin als Nummer 142 hergekommen und werde sicher ein paar Plätze nach oben klettern." In der früheren Weltrangliste hatte der lange Blonde am 8. November 1999 mit Position 109 die bislang beste Platzierung seiner neunjährigen Profikarriere erreicht.
Burgsmüllers couragierter Auftritt down under - als einziger Qualifikant erreichte er die zweite Runde des Hauptfelds - ließ auch Daviscup-Kapitän Carl-Uwe Steeb aufhorchen. "Doch der Charly hat mich hier noch nicht angesprochen", sagte der Trainingspartner von Achtelfinal-Teilnehmer Rainer Schüttler, "ich lasse mich überraschen."