Leichathletik-EM: Schumann erkämpft sich Bronze - DER SPIEGEL
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Leichathletik-EM Schumann erkämpft sich Bronze

Nach seinem enttäuschenden Abschneiden bei der letztjährigen Weltmeisterschaft hat sich Nils Schumann mit einer starken Leistung zurück in die europäische Spitze gemeldet. Bei der Leichtathletik-EM in München sicherte sich der 800-Meter-Läufer die Bronzemedaille.
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München - Der Olympiasieger von 2000 und EM-Titelverteidiger musste sich in 1:47,60 Minuten nur dem dänischen Weltrekordler Wilson Kipketer (1:47,25) und dem Schweizer Weltmeister André Bucher (1:47,43) geschlagen geben.

"Ich habe zusammen mit zwei Besseren auf der Bahn gestanden. Ich denke, ich kann mit Bronze leben", sagte Schumann nach dem Rennen. Bei der WM 2001 in Edmonton war der Thüringer nur Fünfter geworden. René Herms aus Pirna belegte am Sonntag über 800 Meter in 1:48,86 Minuten den siebten Platz.

Der dreimalige Weltmeister Kipketer, der bei Olympia 2000 in Sydney nur Silber hinter Schumann gewonnen hatte, machte seine Ankündigung kompromisslos wahr. "Ich werde mein eigenes Rennen laufen", hatte der gebürtige Kenianer erklärt, der seit 1990 in Dänemark lebt und mit einer Dänin verheiratet ist.

"In den ersten Minuten sehr traurig"

Rund 300 Meter vor dem Ziel startete Kipketer eine gnadenlose Attacke, Schumann heftete sich an dessen Fersen, konnte den Afrikaner jedoch nicht mehr halten und musste 30 Meter vor dem Ziel auch noch Bucher passieren lassen.

"Ich war in den ersten Minuten nach dem Rennen natürlich sehr traurig, weil ich gewinnen wollte. Es war ein Rennen auf höchstem taktischen Niveau, und ich hatte auch eine große Chance", sagte Schumann. Anderer Ansicht war Kipketer: "Auf den letzten 200 Metern hat er keine Chance gegen mich, das muss er wissen. Wenn ich in Form bin, dann passiert mir nichts."

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