Leichtathletik: DLV droht neuer Dopingfall - DER SPIEGEL
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Leichtathletik DLV droht neuer Dopingfall

Unruhe beim Deutschen Leichtathletik-Verband. Nach einer Trainingskontrolle kommt es möglicherweise zu einem neuen positiven Fall.
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Neuss - Drei Tage vor den deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund steht dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) offenbar ein neuer Dopingfall im Zusammenhang mit dem anabolen Wirkstoff Nandrolon ins Haus. "Es ist noch keine Suspendierung ausgesprochen worden. Erst, wenn die Anti-Doping-Kommission die Angelegenheit als positiven Befund einstuft, kann man von einem Dopingfall sprechen. Den Namen kann ich nicht nennen", sagte Theo Rous in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Anti-Doping-Kommission.

Wie aus anderer Quelle verlautete, soll es sich um einen "Fall aus der jüngeren Vergangenheit handeln", in den offenbar ein männlicher Aktiver verwickelt ist. Die Probe soll im Rahmen des Kontrollprogramms des Deutschen Sportbundes (DSB) genommen worden sein. Noch für Mittwochnachmittag war angeblich eine Anhörung mit dem Betroffenen auf der DLV-Geschäftsstelle vorgesehen.

Stellungnahme muss innerhalb einer bestimmten Frist erfolgen

Im Falle einer positiven Probe wird dem Athleten eine Frist gesetzt, innerhalb derer er sich zum dem Sachverhalt äußern kann. Zudem steht ihm das Recht auf eine Anhörung offen. Die Suspendierung wird laut internationalem Regelwerk dann sofort wirksam, wenn innerhalb der gesetzten "Erklärungsfrist" keine Stellungnahme seitens des Aktiven erfolgt.

Ende Januar war Deutschlands erster Sechs-Meter-Stabhochspringer Tim Lobinger (Fürth/München) nach einem negativen Befund in der B-Probe vom Verdacht der Leistungsmanipulation freigesprochen worden. In seiner A-Probe nach dem Grand-Prix-Finale in Doha/Katar war Nandrolon in einer extrem niedrigen Konzentration nachgewiesen worden, die minimal über dem Grenzwert lag.