Leichtathletik: Doping überschattet die WM - DER SPIEGEL
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Leichtathletik Doping überschattet die WM

Bei der Leichtathletik-WM in Edmonton häufen sich die Dopingfälle. Die Brasilianerin Fabiane dos Santos wurde als Wiederholungstäterin bereits lebenslang gesperrt.
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Edmonton - Fabiane dos Santos, die als eine der Mitfavoritinnen für die 800 Meter gehandelt wurde und dieses Jahr die zweitschnellste Zeit erreicht hatte, war im Mai dieses Jahres positiv auf Testosteron getestet worden.

Da die 25-Jährige bereits 1995 mit Nandrolon im Körper erwischt worden war, wofür sie bis 1997 gesperrt wurde, gilt Dos Santos als Wiederholungstäterin. Laut den Statuten des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF zieht dies eine Sperre auf Lebenszeit nach sich. "Es gibt also einen lieben Gott und Gerechtigkeit auf der Welt", kommentierte die Olympia-Zweite aus Österreich, Stephanie Graf, den Fall.

Vor den Titelkämpfen in Edmonton war bereits die kanadische Sprinterin Venolyn Clarke bei einer Trainingskontrolle ertappt worden. Bei dem Test am 31. Juli in Calgary wurde in der A-Probe der 34-Jährigen das anabole Steroid Stanozolol entdeckt.

Weitere Dopingfälle möglich

Die beiden entdeckten Fälle könnten jedoch nur die Spitze des Eisberges sein. Von den rund 50 Kontrollen auf das Blutdopingmittel Erythropoeitin (Epo), die erstmals bei Trainingstests während einer WM durchgeführt wurden, weisen nach Auskunft des IAAF zehn bis elf Proben Auffälligkeiten auf.

"Wir haben bisher nur die Blutproben gemacht. Man kann nicht von einem Verdacht sprechen", erklärte IAAF-Generalsekretär Istvan Gyulai. Die Befunde seien aber so, dass Urinproben im Labor von Lausanne veranlasst wurden, "damit keiner vorbeikommt". Beim Aufspüren von Epo-Vergehen wird momentan noch eine Kombination aus Blut- und Urintest eingesetzt. Die Analyse der bei der WM genommenen Proben wird etwa drei Tage dauern.