Leichtathletik-EM Maisch holt Gold im Marathon
Göteborg - Im Ziel hatte die 29-Jährige Maisch 2:30:01 Stunden 26 Sekunden Vorsprung auf die favorisierte Serbin Olivera Jevtic. Bronze holte sich die Russin Irina Permitina (2:30:53). Die Rostockerin Maisch verbesserte damit gleichzeitig ihre persönliche Bestzeit. Der erste deutsche Marathon-EM-Titel der Geschichte war zugleich der dritte deutsche Titelgewinn von Göteborg. "Auf der letzten Runde musste ich schon fast weinen vor Freude", schilderte sie die Momente, bevor sie den Ziellinie überquerte.
Die Rostockerin hatte das Rennen langsam begonnen und lag stellenweise 30 Sekunden hinter der Spitze. "Dass ich nach meinem langsamen Beginn noch so eine Zeit gelaufen bin, kann ich gar nicht glauben", war die Siegerin über ihre eigene Leistung verblüfft. In der zweiten Phase des Laufs mussten einige ihrer Konkurrentinnen dem hohen Tempo jedoch Tribut zollen, und Maisch arbeitete sich nach vorn. "Als ich auf dem vierten Platz war, habe ich gedacht, dass ich Vierte nun auch nicht werden wollte", sagte sie. Wenig später überholte die gebürtige Stralsunderin die in Führung liegende Russin Permitina und ließ ihr keine Chance mehr auf den Sieg.
Maisch hatte sich nach einer fast zweijährigen Pause erst beim Hamburg-Marathon in diesem Jahr auf der Langstrecke zurückgemeldet. Zwischen ihrem 20. Platz beim WM-Marathon 2003 in Paris (2:31:21) und ihrem neunten Rang im April in Hamburg (2:31:56) lag eine fast zweijährige verletzungsbedingte Pause. Sie musste sich einer Operation an der rechten Ferse unterziehen.
Lammert gewinnt Bronze
Kugelstoßerin Petra Lammert aus Neubrandenburg holte die siebte Medaille für Deutschlands Leichtathleten. Wenige Minuten nach dem Marathonsieg von Maisch gewann die 22 Jahre alte Europacupsiegerin mit 19,17 m Bronze. Die Vierte der Hallen-WM musste sich nur den beiden weißrussischen Favoritinnen geschlagen geben.
Die als Achte gerade noch ins Finale gerutschte Hallenweltmeisterin Natalia Choronenko siegte mit 19,43 Metern vor Weltmeisterin Nadeschda Ostaptschuk mit 19,42 Metern. Sechste mit schwachen 18,47 Metern wurde die Magdeburger Olympiazweite Nadine Kleinert.
mig/sid