Leichtathletik-WM: Schultz stürmt zu Silber - DER SPIEGEL
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Leichtathletik-WM Schultz stürmt zu Silber

Bei der Leichtathletik-WM in Edmonton läuft der Hamburger Ingo Schultz über 400 Meter das Rennen seines Lebens und erreicht einen nie für möglich gehaltenen zweiten Platz.
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Edmonton - Erst als Schultz auf die Anzeigentafel im Commonwealth-Stadion von Edmonton schaute, begriff der 400-Meter-Läufer, dass er Vizeweltmeister geworden war. "Das ist unglaublich. Ich kann es nicht fassen", jubelte der für die LG Olympia Dortmund startende Hamburger.

Beinahe hätte Schultz noch die Nachfolge des neunfachen WM-Goldmedaillengewinners Michael Johnson (USA) angetreten. Am Ende lag nur Avard Moncur von den Bahamas in 44,64 Sekunden um gut zwei Zehntel vor ihm. Hinter Schultz (44,87) sicherte sich der Jamaikaner Gregory Haughton (44,98) Bronze.

Eigene Erwartungen übertroffen

"Ich bin hierher gekommen, um das Halbfinale zu erreichen", staunte Schultz. Das hatte der deutsche Vizemeister in 44,66 Sekunden gewonnen - die drittbeste Zeit, die jemals ein Deutscher über die Stadionrunde gelaufen war. "Gestern habe ich zum ersten Mal seinen Namen gehört", staunte der neue 400-Meter-Weltmeister Moncur.

Kurz vor dem Ziel hatte Schultz den späteren Dritten Haughton "noch umhauen" können, wie er sich selbst freute. Für seinen zweiten Platz erhielt der Oberleutnant der Bundeswehr 30.000 US-Dollar Siegprämie. "Ich richte mir gerade eine neue Wohnung ein, da kann man viel reinstecken."