Marathon Kipchoge triumphiert erneut in London
Marathon-Läufer Eliud Kipchoge
Foto: Kirsty Wigglesworth/ APAcht Sekunden fehlten im Ziel: Der Kenianer Eliud Kipchoge hat beim traditionsreichen London-Marathon den Weltrekord verpasst. Der 31-Jährige gewann das Rennen in 2:03:05 Stunden und ist damit zweitschnellster Läufer auf der 42,195-Kilometer-Distanz. Sein Landsmann Dennis Kimetto war im September 2014 in Berlin in 2:02:57 Stunden als erster Mann unter 2:03 Stunden geblieben.
Kipchoge lief den entscheidenden Vorsprung zwischen den Kilometern 35 und 40 heraus und wiederholte seinen Vorjahreserfolg . Zweiter wurde sein Landsmann Stanley Biwott (2:03:51 Stunden) vor dem Äthiopier Kenenisa Bekele (2:06:36). Die Top-Läufer um Kipchoge passierten die Halbmarathon-Marke in 1:01:24 Stunden - so schnell wie noch nie in der Geschichte des London-Marathons.
Der deutsche Rekordhalter Arne Gabius hat seinen dritten Marathon nicht beendet. Bei seinem London-Debüt konnte der 35-Jährige die angestrebten Zwischenzeiten nicht erreichen und stieg kurz nach der Halbmarathon-Marke aus. "Arne hat schon bei Kilometer 13 Krämpfe und Seitenstechen gespürt. Er konnte der Pace nicht mehr folgen", sagte sein Manager Stefen Keil. Zur Halbzeit war Gabius rund zweieinhalb Minuten über seiner Richtzeit geblieben. "Da hat er gemerkt: Es macht keinen Sinn mehr", erklärte Keil. Gabius hatte im Oktober 2015 in Frankfurt am Main den 27 Jahre alten deutschen Rekord auf 2:08:33 Stunden verbessert.
Für einen kenianischen Sieg hatte zuvor auch Sumgong im Frauenrennen gesorgt. Trotz eines Sturzes bei Kilometer 36 kam sie in starken 2:22:58 Stunden fünf Sekunden vor der Vorjahres-Gewinnerin Tigist Tufa aus Äthiopien ins Ziel. Dritte wurde die Kenianerin Florence Kiplagat in 2:23:39.
Die Sieger Eluid Kipchoge und Jemima Sumgong mit Prinz Harry
Foto: Gerry Penny/ dpa