Louis Vuitton Cup: Ärger über Absagen - DER SPIEGEL
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Louis Vuitton Cup Ärger über Absagen

Am dritten Tag in Folge mussten die Segelyachten der America's-Cup-Ausscheidung wegen zu starken Windes im Hafen von Auckland bleiben. Das Reglement verhindert auch die Regatten am Montag. Die Teilnehmer reagieren gereizt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Auckland - Seit dem ersten Startschuss am 1. Oktober sind von 21 angesetzten Regattatagen neun komplett ausgefallen. Des weiteren mussten einzelne Rennen verschoben werden. Die zur Zeit vorherrschenden Winde zwischen fünf und sechs Beaufort (29 bis 49 km/h) sind allerdings nicht einmal für Hobby-Segler in kleinen Booten bedrohlich. Dennoch dürfen die modernen High-Tech-Yachten nicht auslaufen. Hintergrund: Die Organisatoren haben für die Herausforderer-Serie eng gesteckte Bedingungen festgeschrieben. Bei Winden unter sieben Knoten (12 km/h) oder über 19 Knoten (34 km/h) finden keine Rennen statt. So will man den erwarteten Wetterbedingungen im 31. America's Cup im Februar möglichst nahe kommen. Der spätere Herausforderer von Titelverteidiger Neuseeland soll schon in der viermonatigen Qualifikation bei etwa gleichen Bedingungen wie im neuseeländischen Sommer im Februar segeln und somit seine Yacht optimieren können.

Dafür müssen die Organisatoren viele Renntage opfern. Sportdirektor Jochen Schümann vom führenden Schweizer Team Alinghi Challenge plädiert für mehr Flexibilität. "Wir haben hier sehr gute Wettfahrtleiter, denen ein bisschen mehr Freiraum eingeräumt werden sollte. So könnte man vermeiden, dass nicht ein oder zwei Knoten mehr oder weniger Wind gleich zum Ausfall ganzer Renntage führen. Denn jeder ausgefallene Tag kostet uns wertvolle Vorbereitungszeit für die Finalrunden", so Schümann.