Louis Vuitton Cup "One World" ignoriert Sturmwarnung
Auckland - "Alle Teams waren sich darüber einig, dass es zu windig ist, um die Rennen aufnehmen zu können", sagte Rennleiter Peter Reggio. Die hochfragilen Hightechyachten können nur bei Winden zwischen 7 und 20 Knoten ungefährdet ins Rennen gehen. Am Dienstag wurden jedoch Windgeschwindigkeiten von bis zu 30 Knoten auf dem Hauraki Golf gemessen. Damit ist bereits der zehnte von insgesamt 28 Renntagen wegen zu starker oder schwacher Winde komplett ausgefallen.
"Lassen uns nicht nervös machen"
Die Segler, an zahlreiche Ausfälle der ersten beiden Vorrunden gewöhnt, lassen sich von der erneuten Absage nicht beirren. "Davon lassen wir uns nicht nervös machen", sagte "Stars & Stripes"-Segler Keith Taylor.
Unbeindruckt von den Wetterkapriolen zeigte sich auch die US-amerikanische "One World". Nach dem Rennabbruch blieb die Crew trotz Sturm auf dem Wasser, um das neue Boot (USA 77) zu testen. "Wir nehmen das alles ganz locker", sagte "One World"-Sprecher Bob Ratliffe, "unser Skipper geht jetzt erst mal Tennis spielen".
Am Mittwoch sollen die ausgefallenen Viertelfinale, die im "Best of Seven"-Modus ausgetragen werden, nachgeholt werden. Die Sieger der Begegnungen "Alinghi" (Vorrundenplatz 1) gegen "Prada" (4) und "USA 76" (2) gegen "OneWorld" (3) erreichen das Halbfinale. Die beiden unterlegenen Boote haben noch eine Chance in der Hoffnungsrunde. Dort treffen sie auf die Sieger der Viertelfinalduelle "Örm" (5) gegen "Le Defi" (8) und "Wight Lightning" (6) gegen "Stars & Stripes" (7). Am 19. November enden die Viertelfinals. Im Februar tritt der Finalsieger gegen America's-Cup-Titelverteidiger Neuseeland an.