Louis Vuitton Cup Oracle BMW fast am Ziel
Auckland - Nach dem dritten Sieg in Serie könnte Oracle BMW Racing noch vor Heiligabend den Finaleinzug beim Louis Vuitton Cup (LVC) perfekt machen. Am Sonntag machte die abgeschlagene OneWorld der Crew von Software-Milliardär Larry Ellison sogar ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk.
Im dritten Halbfinal-Hoffnungslauf in der Herausforderer-Serie zum America's Cup leistete sich OneWorld-Steuermann James Spithill einen Frühstart. Mit einem so genannten "Strafkringel" belastet, den Spithill und Crew nach einer Regelwidrigkeit in der Vorstartphase kassiert hatten, ging OneWorld chancenlos ins Rennen. Oracle BMW Racing siegte am Ende auf dem Hauraki Golf mit 55 Sekunden Vorsprung.
Oracle-Skipper Chris Dickson und sein Team starten am Montag in den vierten und vielleicht schon letzten Durchgang des Hoffnungslaufes. Der Crew fehlt nur noch ein Sieg zum Einzug is Finale gegen die bereits qualifizierte Schweizer Alinghi Challenge mit dem deutschen Sportdirektor Jochen Schümann. Doch OneWorld will sich nicht so einfach geschlagen geben. "Wir haben unser Bestes noch nicht gezeigt. Das möchten wir gerne in den kommenden Tagen nachholen", kündigte Skipper Peter Gilmour an.
Unerlaubte Technik bei Oracle BMW im Spiel?
An Land ist indes eine neue Regeldiskussion ausgebrochen. OneWorld hat offiziell bei der Internationalen Jury angefragt, ob sich Oracle BMW Racing bei der Nutzung eines technischen Gerätes im Heck der "USA-76" im Rahmen der Regeln bewegt. Experten nehmen an, dass es sich um eine Art Radar handelt, das Daten der gegnerischen Yacht übermittelt.
"Wir protestieren nicht, denn das ist nicht unser Stil. Wir möchten aber grundsätzlich klären lassen, ob die Nutzung eines Radargerätes dem strikten Cup-Reglement entspricht", sagte Gilmour. Der Sieger des ab 11. Januar ausgetragenen LVC-Finals darf offiziell Titelverteidiger Neuseeland ab 15. Februar zum 31. Match um den America's Cup herausfordern.