Louis Vuitton Cup Prada und OneWorld siegen erneut
Auckland - "Wir spüren, dass es für uns immer besser läuft", sagte OneWorld-Taktiker Charlie McKee, "aber wir werden jetzt nicht übermütig. Beim Segeln kann sich alles wieder sehr schnell ändern." Der zweite Viertelfinalsieg der "OneWorld" gegen die "Stars & Stripes" vom Team Dennis Connor war das Ergebnis eines perfekten Startmanövers des erst 23-jährigen Steuermanns James Spithill.
Danach gab das Team aus Seattle die Führung nicht mehr aus der Hand und erreichte das Ziel 1:50 Minuten vor der Konkurrenz aus New York. "Unser Ziel war es, den besseren Start zu erwischen. Das hat geklappt", zeigte sich McGee zufrieden.
Peter Isler, Steuermann der "Stars & Stripes", gibt das Viertelfinale zwar noch nicht verloren, musste aber die Überlegenheit der Konkurrenz anerkennen: "Die waren wirklich sehr gut beim Start. Ich vermute, dass OneWorld schon vor Beginn der Ausscheidungsrennen zum America's Cup eine Menge Startmanöver trainiert hat."
"Wir haben eine gute Crew und ein gutes Boot"
Auch die "Luna Rossa" vom Team Prada überzeugte bei ihrem zweiten Viertelfinalsieg. Die Italiener führten während des gesamten Rennens gegen die schwedische "Orm", da Ihnen ebenso wie bereits zuvor der "OneWorld", ein perfektes Startmanöver gelungen war.
"Das Rennen war sehr schwierig, weil der Wind ständig gedreht hat. Aber wir haben bewiesen, dass wir eine gute Crew und ein gutes Boot haben", sagte Pradas Steuermann Francesco de Angelis. Im Ziel hatten die Italiener einen Vorsprung von 1:23 Minuten auf die Schweden.
An Land beschäftigte sich derweil die Rennleitung mit den Spionagevorwürfen, die das Team Dennis Connor und Prada am Montag gegen das Syndikat OneWorld vorgebracht hatten. Die Teams hatten behauptet, OneWorld habe bei der Konkurrenz spioniert und gewonnene Informationen zur Verbesserung des eigenen Boots verwandt. Die Proteste wurden formal angenommen, sollen aber erst nach Beendigung des Viertelfinales erörtert werden.