Maier-Unfall: Strafbefehl gegen deutschen Rentner - DER SPIEGEL
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Maier-Unfall Strafbefehl gegen deutschen Rentner

Die Staatsanwaltschaft München lastet den schweren Motorradunfall des österreichischen Skisport-Idols Hermann Maier dem deutschen Rentner Wolfgang S. an. Dem 74-Jährigen droht eine Haftstrafe auf Bewährung.
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Wien - Ein Jahr nach dem Crash Maiers gibt die Staatsanwaltschaft München dem deutschen Rentner Wolfgang S. die alleinige Schuld an dem Unglück.

Der Münchner habe am 24. August 2001 im österreichischen Radstadt ein Linksabbiegeverbot missachtet, erklärte der Leitende Staatsanwalt Manfred Wick in einem ORF-Interview. Ende kommender Woche soll der Strafbefehl per Post zugestellt werden.

Der Urlauber habe sich der fahrlässigen Körperverletzung strafbar gemacht, sagte der Staatsanwalt. Dem Rentner drohen eine Geldstrafe, Führerscheinentzug und Haftstrafe auf Bewährung von bis zu einem Jahr. Zu einem öffentlichen Prozess wird es nach Angaben der Justiz nicht kommen. In einem außergerichtlichen Vergleich sollen die Höhe des Sachschadens, der Lohnausfall Maiers und die Höhe der Behandlungskosten geklärt werden.

Maier, der bei dem Unfall auf dem Heimweg vom Olympiastützpunkt Obertauern nach Flachau war, hatte einen offenen Unterschenkelbruch erlitten und musste sich einer monatelangen ärztlichen Behandlung unterziehen. Der 29 Jahre alte dreimalige Weltcup-Gesamtsieger, dessen Jahreseinkommen auf rund sieben Millionen Euro geschätzt wird, konnte in der vergangenen Wintersaison kein Rennen bestreiten und verpasste auch die Olympischen Spiele in Salt Lake City.