Marathon Haile Gebrselassie startet in Berlin
Lauf-Star Gebrselassie: 2008 Sieger des Berliner Marathons
Foto: JOHANNES EISELE/ REUTERSHamburg - Der König der Läufer kehrt zurück nach Deutschland: Haile Gebrselassie startet am 25. September beim 38. Berlin-Marathon. Das berichtet das Laufsportportal Achim-Achilles.de. Für den Äthiopier wäre der Start in der Hauptstadt das erste Rennen über 42,195 Kilometer seit seiner verletzungsbedingten Aufgabe beim New-York-Marathon im November vergangenen Jahres. Der 38-Jährige hatte damals unter Tränen seinen Rücktritt vom Leistungssport erklärt.
Gebrselassie hat passenderweise den Ort seines vielleicht größten Sieges für das Marathon-Comeback ausgesucht. Im September 2008 hatte er in Berlin den bis heute gültigen Marathon-Weltrekord aufgestellt - 2:03:59 Stunden. "Seit ich laufe, ist Berlin mein Glück. Das ist meine Spezialstrecke", sagte Gebrselassie damals.
Der 38-Jährige hatte ursprünglich schon beim Tokio-Marathon im Februar sein Comeback auf der Königsdistanz geben wollen. Doch im Training war der zweifache Olympiasieger und neunfache Weltmeister über einen Stein gestürzt und musste absagen. Seine Pechsträhne mit hartnäckigen Knieverletzungen endete erst im April, als er in Wien einen Halbmarathon gewann. "Jetzt ist mein Fokus der Marathon und die Olympiaqualifikation für London. Ich werde 2:04 oder 2:05 laufen müssen, weil wir so viele starke Läufer in Äthiopien haben", sagte Gebrselassie hinterher.
Mikitenko startet ebenfalls
Zuletzt sorgte allerdings vor allem ein Kenianer für Furore: Geoffrey Mutai, Berlin-Zweiter 2010, hatte im April in Boston in 2:03:02 Stunden gewonnen - der schnellste Marathon der Geschichte, jedoch kein offizieller Weltrekord, da die Strecke nicht den Anforderungen an einen Weltrekordkurs entspricht. Sie weist ein zu hohes Gefälle auf, zudem profitierten die Athleten an diesem Tag von starkem Rückenwind. Mutai war im vergangenen Jahr in Berlin Zweiter geworden. Dass es demnächst zum direkten Duell zwischen Mutai und Gebrselassie kommt, gilt unter Marathon-Insidern jedoch als nahezu ausgeschlossen. Der Kenianer wird womöglich bei einem der hoch dotierten Marathons in Chicago oder New York starten. Auch der Start von Vorjahressieger Patrick Makau in Berlin gilt als unwahrscheinlich.
Bei den Damen ist Irina Mikitenko, Deutschlands erfolgreichste Langstreckenläuferin, dabei. Für die 38-Jährige, die 2008 die World Marathon Majors gewonnen hatte, wäre das Rennen im September der erste Start in Berlin seit ihrem Sieg 2008. Die Läuferin vom SC Gelnhausen war zuletzt im April einen Marathon gelaufen: In London wurde sie Siebte.
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