Marathon Überraschungssiege in Berlin
Berlin - Der 30-jährige Biwott behauptete sich in 2:07:42 Stunden im Finish knapp vor Antonio Pena (Spanien/2:07:47). Die 26 Jahre alte Japanerin Kazumi Matsuo verbesserte ihre Bestzeit gleich um sechs Minuten auf 2:26:15 Stunden.
Knapp 40.000 Teilnehmer aus 85 Ländern, unter ihnen Außenminister Joschka Fischer, sorgtem für eine Rekord-Beteiligung beim größten Laufspektakel in Deutschland. Die Strecke über die schweren 42,195 Kilometer mit Start auf der Straße des 17. Juni und Ziel auf dem Kurfürstendamm führte durch das Brandenburger Tor vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt und hatte wieder ein begeistertes Millionen-Publikum.
Einen Favoritensieg gab es bei den Rollstuhlfahrern durch den Schweizer Heinz Frei, der in 1:26:30 Stunden seinen 13. Sieg bei seiner 16. Teilnahme erkämpfte. Bei den Skatern behauptete sich der 41fache Weltmeister Chad Hedrick (USA). Sein Vorhaben, die Stunden-Marke zu unterbieten, konnte er auf nasser Strecke jedoch nicht verwirklichen.
Biwott, im Vorjahr in Rotterdam Dritter, verpasste seine Bestzeit lediglich um eine Sekunde und stürmte auf Rang fünf der Weltjahresbestenliste. Der Kenianer gehörte zunächst einer fünfköpfigen Spitzengruppe an, später einem Trio und hatte dann noch genügend Reserven, um seinen zwischenzeitlich enteilten Landsmann und Tagesdritten Jackson Kabiga zu stellen und zu überflügeln. Auch als der stark aufkommende Antonio Pena beim 40. Kilometer zu ihm aufschloss, ließ er sich nicht nervös machen und sicherte auf der Zielgeraden den vierten Kenia-Sieg bei den Männern.
Kazumi Matsuo konnte sich nach 36 Kilometer aus einer fünf Läuferinnen starken Gruppe absetzen und hatte 27 Sekunden Vorsprung vor der Favoritin Franca Fiacconi, die mit einer Bestzeit von 2:25:17 Stunden angereist war.