Marco Pantani soll an Cocktail aus Kokain und Antidepressiva gestorben sein - DER SPIEGEL
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Kokain und Antidepressiva Pantani soll an giftigem Drogencocktail gestorben sein

Das Rätseln um den Tod von Marco Pantani geht weiter. Neue Untersuchungen sollen belegen, dass der Radprofi nicht Opfer eines Totschlags war, sondern an einer Mischung aus Kokain und Antidepressiva starb.
Radprofis Pantani (Mitte), Ullrich (l.), Julich 1998: Neue Untersuchungen
Radprofis Pantani (Mitte), Ullrich (l.), Julich 1998: Neue Untersuchungen

Radprofis Pantani (Mitte), Ullrich (l.), Julich 1998: Neue Untersuchungen

Foto: PASCAL PAVANI/ AFP
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Hamburg - Wurde Marco Pantani doch nicht ermordet? Laut dem italienischen Toxikologen Franco Tagliaro ist der Radprofi am 14. Februar 2004 an einem verhängnisvollen Cocktail aus Kokain und Antidepressiva gestorben. Das berichtet die "Gazzetta dello Sport". Tagliaro will seinen im Auftrag der Ermittlungsbehörden in Rimini erstellten Report allerdings erst Ende Februar veröffentlichen.

Pantani, der 1999 in Führung liegend wegen Dopingverdachts aus dem Giro d'Italia genommen worden war, wurde vor elf Jahren tot in einem Hotelzimmer in Rimini gefunden. Im Sommer waren angebliche Beweise aufgetaucht, die darauf schließen ließen, dass Pantani Opfer eines Totschlags geworden war. Zuvor war davon ausgegangen worden, dass der damals 34-Jährige ohne Fremdverschulden an einer Überdosis Kokain starb.

Die Familie Pantanis glaubte nicht an diese Theorie und ließ ihren Anwalt neue Beweise sammeln. Die Staatsanwaltschaft bewilligte daraufhin die Wiederaufnahme der Untersuchungen. In dem Zusammenhang waren zuletzt auch Vermutungen aufgekommen, dass der neapolitanische Mafia-Clan der Camorra hinter der Suspendierung des Radprofis am 5. Juni 1999 in Madonna di Campiglio stecke.

psk/dpa