Masters-Aufholjagd Woods stürmt auf Rang zwei
Hamburg Tiger Woods spielte im dritten Durchgang auf dem schweren Par-72-Kurs 72 Schläge und belegt vor der Schlussrunde mit insgesamt 219 Schlägen den zweiten Rang. Auf die gleiche Schlagzahl wie der viermalige Masters-Sieger aus den USA (1997, 2001, 2002 und 2005) kommt der Brite Justin Rose. Woods vergab mit Bogeys an den letzten beiden Löchern eine noch bessere Schlagzahl.
In Führung mit einem Schlag weniger als Woods und Rose liegt Stuart Appleby (218). Der Golfprofi, der sich am 17. Loch sogar einen Triple-Bogey leistete, könnte der erste Australier sein, der das Traditionsturnier in Augusta/Georgia gewinnt. Woods und Appleby gehen gemeinsam als letzte der 60 im Turnier verbliebenen Spieler auf die heutige Schlussrunde. Der Deutsche Bernhard Langer (Masters-Sieger 1985 und 1993) hatte den Cut verpasst.
Die Spieler hatten am Samstag mit der niedrigen Temperatur um die acht Grad und vor allem mit den heftigen Windböen an der Magnolia Lane zu kämpfen. Das durchschnittliche Spielergebnis betrug 77,35 Schläge. Dies war das schlechteste Resultat auf einer dritten Runde beim Masters seit 1956.
Besonders übel erwischte es den US-Amerikaner Brett Wetterich, der zusammen mit dem Südafrikaner Tim Clark zur Halbzeit geführt hatte. Wetterich spielte auf der dritten Runde eine 83 und fiel mit insgesamt 225 Schlägen weit zurück. Clark (222) steht besser da, er hat vier Schläge Rückstand auf Spitzenreiter Appleby.
Realistische Siegchancen haben neben Appleby, Woods und Rose noch weitere Spieler. Etwa der Ire Padraig Harrington sowie die US-Amerikaner Vaughn Taylor und Zach Johnson (jeweils 220 Schläge). Der Brite Bradley Dredge hat 221 Schläge auf seinem Konto. Mit einem weiteren Schlag Rückstand folgt Titelverteidiger Phil Mickelson. Der US-Profi verbesserte sich mit einer 73er-Runde vom 27. auch den achten Platz.
ach/Reuters/AP/dpa