Masters Cup "Moskito" fordert Lleyton Hewitt
Schanghai - Titelverteidiger Lleyton Hewitt, 21, aus Australien und der Spanier Juan Carlos Ferrero, 22, haben das Finale des Tennis-Masters-Cups in Schanghai erreicht. Hewitt besiegte in einem spannenden Match den Schweizer Roger Federer mit 7:5, 5:7, 7:5 und wahrte seine Chance, als erster Spieler nach Pete Sampras 1997 seinen Titel im abschließenden Turnier der ATP-Tour erfolgreich zu verteidigen. Ferrero hatte sich zuvor in einem spanischen Duell gegen seinen bis dato unbesiegten Landsmann Carlos Moya mit 6:7 (6:8), 6:4, 6:4 durchgesetzt.
Harter Kampf für Hewitt
Wimbledonsieger Hewitt musste gegen Masters-Debütant Federer fast drei Stunden lang hart kämpfen und lag im ersten Satz bereits 2:5 im Rückstand. Schwächen zeigte der Blondschopf aus Adelaide, der bereits zum zweiten Mal in Folge ein Tennisjahr als bester Profi der Weltrangliste abschließen wird, im Verwerten seiner
Chancen. Seinen ersten Matchball vergab Hewitt im zweiten Durchgang beim 5:4 bei eigenem Aufschlag.
French-Open-Finalist Ferrero, der sich erst durch einen 7:5, 6:3-Erfolg über den Tschechen Jiri Novak als letzter der Goldenen Gruppe für das Halbfinale qualifiziert hatte, könnte am Sonntag mit einem Erfolg gegen Hewitt nicht nur mehr als 1,3 Millionen Dollar kassieren, sondern auch bis auf Platz drei des Champions Race
steigen. Für "Moskito", wie Ferrero wegen seiner Beharrlichkeit auf dem Court genannt wird, wäre es die beste Platzierung seiner Karriere.
Moya trotz Niederlage zufrieden
Bei seiner dritten Masters-Teilnahme musste Moya nach zuvor drei Gruppensiegen gegen Hewitt, den Russen Marat Safin und Landsmann Albert Costa die erste Niederlage hinnehmen. Gegen Angstgegner Ferrero war es für den Mallorquiner bereits die siebte Niederlage im neunten Vergleich. 1998 hatte Moya das Masters-Finale
erreicht, dort allerdings in Hannover gegen Alex Corretja verloren. Moya, der nach der Partie auch seine Rückenprobleme als Ursache für die Niederlage nicht gelten lassen wollte, war trotzdem mit sich zufrieden:
"Es war eine exzellente Woche für mich. Auch wenn ich heute verloren habe, habe ich ein großes Match gespielt." Sieger Ferrero: "Am Ende habe ich ein gutes Match gewonnen. Ich bin wirklich glücklich, zum
ersten Mal im Finale zu stehen."