Medaillenfrust Deutsches Degenteam gescheitert
Sydney - Den deutschen Fechtern bleibt bei den Olympischen Spielen weiterhin eine Medaille verwehrt. Am Dienstag verloren die Degenfrauen im Viertelfinale mit 43:45 gegen Russland und vergaben damit die Chance, in den Kampf ums Edelmetall einzugreifen.
Dabei verspielte die Heidenheimerin Imke Duplitzer im letzten Gefecht eine 36:32-Führung. "In acht Kämpfen lief alles nach Plan und Wunsch, nur der neunte ging daneben", sagte Hans-Jürgen Hauch, der Heimtrainer von Duplitzer, und beschrieb, wie es nach dem Gefecht um die Befindlichkeit seines Schützlings bestellt war: "Imke war überhaupt nicht mehr ansprechbar."
Auch abseits der Planche war die tiefe Enttäuschung sichtlich spürbar. Verbandspräsidentin Erika Dienstl begann nach der Panne auf der Tribüne zu weinen. Bundestrainer Manfred Kaspar sagte: "Wir gewinnen gemeinsam und wir verlieren gemeinsam." Allerdings sei die Niederlage "total ärgerlich".
Kleiner Trost: Im Anschluss an die Viertelfinalpleite gewann das deutsche Damenteam mit 45:39 gegen Norwegen und sicherte sich damit wenigstens die Zugehörigkeit zum A-Kader. Danach verlief aber alles wie gehabt: Das Duell um den fünften Platz gegen Frankreich ging mit 33:45 verloren.