Medienbericht Lance Armstrong vor Comeback
Hamburg - Der siebenmalige Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong will drei Jahre nach seinem Rücktritt bei insgesamt fünf Rennen für das Team Astana starten. Das berichtet das Radsportmagazin "VeloNews" auf seiner Homepage . Das Blatt beruft sich auf eine nicht genannte Quelle. Der Informant sei in die Pläne involviert.
Armstrong hatte von 1999 bis 2005 siebenmal in Folge die Tour gewonnen, bevor er in den Ruhestand ging. Im August dieses Jahres hatte er sich beim "Leadville Trail 100", einem Mountainbike-Wettbewerb in den Rocky Mountains über 161 Kilometer, in guter Form präsentiert. Hinter Dave Wiens kam der 36-Jährige als Zweiter ins Ziel. "VeloNews" zufolge ist außer dem Start bei der Tour de France die Teilnahme an der Kalifornien-Rundfahrt, Paris-Nizza, der Tour de Georgia und der Dauphiné Libéré geplant.
Ein Comeback würde Armstrong mit Johan Bruyneel wieder zusammenführen. Bruyneel war bei den Teams US Postal und Discovery Channel, für die Armstrong gefahren war, sportlicher Leiter. Unter dem Belgier, seit Oktober 2007 Teamchef von Astana, hatte Armstrong seine größten Erfolge erzielt. Wie "VeloNews" weiter berichtet, würde Armstrong bei seinem Comeback auf ein Gehalt verzichten.
Astana durfte an der diesjährigen Tour de France nicht teilnehmen, hat aber eine Starterlaubnis für 2009. Der Tour-Veranstalter Aso hatte die Mannschaft um Vorjahressieger Alberto Contador und den Deutschen Andreas Klöden in diesem Jahr ausgeladen. Grund waren die Dopingskandale von 2007, als Astana abreisen musste und Kapitän Alexander Winokurow positiv auf Blutdoping getestet worden war. Contador steht zudem unter Verdacht, Kunde des Dopingarztes Eufemiano Fuentes gewesen zu sein.
Nach seinem Karriereende waren Doping-Anschuldigungen gegen Armstrong laut geworden, nachdem offenbar eingefrorene Blutproben aus dem Jahr 1999 Spuren von Epo aufgewiesen hatten. Der Radsport-Weltverband (UCI) hatte die Vorwürfe damals aber als haltlos zurückgewiesen. Laut "VeloNews" will Armstrong bei seinem Comeback seine Blutwerte ins Internet stellen, um Dopinggerüchten zu begegnen.
ulz/sid/dpa/AP