Michele Ferrari streitet Doping von Armstrong ab - DER SPIEGEL
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Umstrittener Mediziner Ferrari streitet Doping von Armstrong ab

Kontoauszüge und E-Mails belegen nach Ansicht der Usada, dass der italienische Mediziner Michele Ferrari systematisches Doping bei Lance Armstrong betrieben hat. Doch der behauptet jetzt, es gebe keine Beweise - und erst recht kein Fehlverhalten von ihm, Armstrong oder dessen altem Team.
Dopingarzt Ferrari: "Kein objetiver Beweis"
Dopingarzt Ferrari: "Kein objetiver Beweis"

Dopingarzt Ferrari: "Kein objetiver Beweis"

Foto: Giorgio Benvenuti/ picture alliance / dpa
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Hamburg - Michele Ferrari, langjähriger Arzt von Lance Armstrong, hat sich gegen die Doping-Anschuldigungen der amerikanischen Anti-Doping-Agentur Usada verteidigt. In dem umfangreichen Report der Agentur gegen den früheren Profi "findet sich kein objektiver Beweis von Dopingpraktiken oder Fehlverhalten in Armstrongs ehemaligen Teams", schrieb der Italiener am Dienstag auf der Internetplattform 53x12.com.

Außerdem betonte der als "Dottore Epo" bekannte Mediziner, sein Sohn Stefano habe Armstrong lediglich sportliche Ratschläge erteilt. Bei der Korrespondenz zwischen den beiden, die in dem Usada-Bericht mit E-Mail-Protokollen dokumentiert ist, sei es nie um Doping gegangen.

Neun von zwölf Zeugen der Usada hatten zu Protokoll gegeben, ebenso wie Armstrong in Behandlung bei Ferrari gewesen zu sein. Bankauszüge belegen zudem, dass Armstrong dem Mediziner über Jahre Tausende Dollar überwiesen hat.

Die Usada hatte im August eine lebenslange Sperre für Armstrong ausgesprochen und erkennt seine Tour-Siege seither nicht mehr an. Armstrong verzichtete anschließend darauf, sich in einem öffentlichen Gerichtsprozess gegen die Dopingvorwürfe zu verteidigen, was viele Beobachter als Schuldeingeständnis werteten.

psk/dpa

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