Mike Tyson: K.o.-Sieg nach 38 Sekunden - DER SPIEGEL
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Mike Tyson K.o.-Sieg nach 38 Sekunden

Es war ein typischer Tyson-Sieg: Nach nur 38 Sekunden schickte der frühere Boxweltmeister in Glasgow seinen US-Landsmann Lou Savarese durch technischen K.o. auf die Bretter. Viel sagt dieser Sieg Tysons erneut nicht aus, denn der Gegner gehörte einmal mehr zur Kategorie "Fallobst".
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Glasgow - Mike Tyson ist mit dem Sieg über Savarese auf dem Weg zu einem neuen WM- Kampf. Sechs Tage vor seinem 34. Geburtstag feierte der Skandal- Boxer vor 50.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion Hampden Park seinen 48. Sieg im 52. Kampf. Tyson kassierte eine Siegbörse von neun Millionen Dollar. Der unterlegene Texaner Savarese musste sich mit 850.000 Dollar begnügen.

Der 15 Zentimeter größere und knapp neun Kilogramm schwerere Savarese ging schon unmittelbar nach dem ersten Gong zu Boden, nachdem ihn Tyson an der Stirn getroffen hatte. Beim zweiten ungestümen Angriff des wegen Vergewaltigung und Körperverletzung zu zwei Gefängnisstrafen verurteilten Ex-Weltmeisters wurde der wenig souverän agierende englische Ringrichter von Tyson zu Boden gestoßen. Obwohl der verängstigt wirkende Savarese weiter kämpfen wollte, brach der Ringrichter die Auseinandersetzung ab. Die Zuschauer quittierten das schnelle Kampfende mit Pfiffen.

Nach dem leicht errungenen K.o.-Sieg über Julius Francis (Großbritannien) im Januar dieses Jahres, der nur 243 Sekunden dauerte, lässt sich auch diesmal Tysons wahres Leistungsvermögen nicht einschätzen. Der an Nummer eins der WBO-Rangliste stehende Faustkämpfer fordert nun ein Duell gegen Doppel-Weltmeister Lennox Lewis (Großbritannien). "Ich bin der Größte, den es je gegeben hat. Keiner kann mir das Wasser reichen", sagte Tyson nach dem Sieg.