Millionen-Klage: Baumann-Anwalt droht dem DLV - DER SPIEGEL
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Millionen-Klage Baumann-Anwalt droht dem DLV

Entgegen seiner ursprünglichen Ankündigung will Dieter Baumann den Verband zivilrechtlich belangen, sollte der ihn am Samstag für zwei Jahre sperren.
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Stuttgart - Der unter Dopingverdacht geratene 5000-Meter-Olympiasieger Dieter Baumann will sich mit juristischen Mitteln zur Wehr setzen, wenn ihn der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) am Samstag mit der in diesen Fällen üblichen Zweijahres-Sperre belegen sollte.

Nach Informationen der SWR-Fernsehsendung "Sport unter der Lupe" vom Donnerstagabend erwägt sein Anwalt Michael Lehner für diesen Fall eine Schadenersatzklage in Millionenhöhe. "Wenn das Urteil so ist, dass man mich sperrt, ohne eine genaue Prüfung vorzunehmen, dann ist das ein Zeichen, dass das System athletenfeindlich ist", sagte Baumann, der mit zivilrechtlichen Schritten seine früheren Grundsätze über Bord werfen und auch gegen die Athletenvereinbarung des Verbandes verstoßen würde.

Am 19. November, als Baumann mit der unerwarteten Nachricht an die Öffentlichkeit trat, hatte er noch nichts von juristischen Schritten wissen wollen: "Das Procedere ist mir klar, ich habe ja auch immer dafür plädiert." Seit er jedoch glaubt, Opfer eines kriminellen Anschlags zu sein, kämpft der Schwabe mit allen Mitteln um seine Karriere, seinen Ruf und seine Zukunft und greift auch jene Funktionäre an, mit denen er jahrelang den Kampf gegen das Doping führte.

Baumanns langjähriger Weggefährte im Kampf gegen Doping, DLV-Präsident Helmut Digel hingegen teilt die Hoffnung des Athleten nicht. "Dieter Baumann befindet sich in einer nahezu ausweglosen Situation", sagte er der "Stuttgarter Zeitung".