Mixed Zone Alba will Nowitzki, Jaksche warnt Kohl
Hamburg - Alba Berlins Geschäftsführer Marco Baldi hat das Interesse des deutschen Basketball-Meisters an einer Verpflichtung von Superstar Dirk Nowitzki bekräftigt. "Es gibt eine gewisse Logik, dass man einen Dirk Nowitzki, der nicht nur über sein Bekenntnis zu seiner Heimat redet, sondern das auch lebt, und uns zusammenführen kann", sagte Baldi der "Berliner Morgenpost".
Ohnehin glaubt Baldi, dass schon bald Stars aus der Profiliga NBA nach Europa wechseln werden. "Ich glaube, dass in naher Zukunft ein europäischer Club einen Transfercoup landen wird", sagte Baldi. Die Pläne von NBA-Boss David Stern, in Kürze in Europa Spiele aus der amerikanischen Profiliga stattfinden zu lassen, sieht er skeptisch. "Hier in Europa ist seit Jahrzehnten etwas gewachsen, und die Fans warten nicht unbedingt darauf, dass endlich die NBA kommt."
Der Basketball-Bundesligist Gießen 46ers scheint gerettet. Geschäftsführer Christoph Syring erklärte am Montag, der Club habe die drohende Insolvenz abgewendet. "Ich kann heute verkünden, dass es uns gelungen ist, die Zahlungsfähigkeit wieder nachhaltig herzustellen", sagte Syring auf einer Pressekonferenz. "Das Paket, das geschnürt wurde, umfasst annähernd 400.000 Euro", erklärte Syring. Damit ist allerdings noch nicht endgültig klar, ob die Hessen die Saison zu Ende spielen. Der Lizenzausschuss der Basketball-Bundesliga wird in dieser Woche entscheiden, ob die 46ers die Lizenz behalten dürfen.
Wimbledon-Halbfinalist Rainer Schüttler hat souverän das Achtelfinale des ATP-Turniers im russischen St. Petersburg erreicht. Schüttler feierte gegen den einheimischen Igor Kunizyn durch ein 6:2, 6:3 im zweiten Duell den ersten Sieg. Der 32-Jährige trifft nach seinem Erfolg in 79 Minuten nun in der Runde der letzten 16 auf den Slowaken Dominik Hrbaty. Ebenfalls noch im Wettbewerb ist der Hamburger Mischa Zverev, der sich über die Qualifikation ins Hauptfeld spielte.
Der Russe Nikolai Dawidenko hat sich als fünfter Tennisprofi für den Tennis Masters Cup in Shanghai qualifiziert. Dem 27 Jahre alten Weltranglisten-Sechsten ist einer der acht Startplätze für das Saisonfinale ebenso wenig mehr zu nehmen wie Branchenprimus Rafael Nadal aus Spanien, dem Schweizer Roger Federer, Novak Djokovic aus Serbien oder dem Briten Andy Murray. Für Dawidenko, der in diesem Jahr drei Titel holte, ist es die vierte Masters-Teilnahme in Serie. Titelverteidiger der am 9. November beginnenden ATP-WM ist Federer.
Ex-Radprofi Jörg Jaksche hat Dopingsünder Bernhard Kohl wegen eigener schlechter Erfahrungen von einem umfassenderen Geständnis abgeraten. "Möchte er wieder Rad fahren, dann soll er im eigenen Interesse die Klappe halten und die zweijährige Sperre auf sich nehmen. Nur dann wäre er im Peloton wieder willkommen", sagte Jaksche dem ORF. Der ehrliche, andere Weg sei lang und gefährlich, beschwerlich und im Endeffekt für niemanden effektiv. Darüber könne Jaksche erzählen. Jaksche hatte 2007 ein umfassendes Geständnis über seine eigene Dopingvergangenheit abgelegt. Nach dem Ende seiner Sperre wurde er von einigen Teammanagern jedoch als Nestbeschmutzer bezeichnet und beendete seine Karriere.
Eishockey-Nationalspieler Dennis Seidenberg und die Carolina Hurricanes haben ihren dritten Saisonsieg in der nordamerikanischen Profiliga NHL gefeiert. Carolina gewann im Vergleich der Ex-Meister am Sonntag 3:1 bei den Anaheim Ducks. Seidenberg hatte mit gut 22 Minuten dabei die längste Einsatzzeit aller Feldspieler beim Sieger.
Der russische Leichtathletik-Verband greift gegen Dopingsünder weiter hart durch. Am Montag wurden zweijährige Sperren für sieben Weltklasse-Athletinnen bekannt gegeben. Darunter sind Diskus-Europameisterin Darija Pischtschalnikowa und 1500-Meter-Hallenweltrekordlerin Jelena Sobolewa. Sie gehören zu insgesamt sieben Sportlern, denen die Manipulation von Dopingproben nachgewiesen wurde. Außerdem betroffen sind die frühere Hammer-Weltrekordlerin Gulfija Chanafejewa, die zweimalige 1500-Meter-Weltmeisterin Tatjana Tomaschowa, 5000-Meter-Ex-Weltmeisterin Olga Jegorowa, die Hallen-WM-Zweite über 1500 Meter, Julia Fomenko, und Mittelstrecklerin Swetlana Tscherkassowa.
Schwergewichtsweltmeister Wladimir Klitschko hat ein 100-Millionen-US-Dollar-Angebot von Box-Promoter Don King für einen Kampf gegen seinen Bruder Vitali abgelehnt. "Das Herz unserer Mutter würde einen solchen Fight nicht ertragen", sagte Wladimir Klitschko der russischen Zeitung "Moskowski Komsomolez". Zwar seien 100 Millionen US-Dollar (rund 75 Mio Euro) auch für ihn "eine große Summe", sagte der 32-Jährige. "Das ist aber sowieso nur rein theoretisch. Don King ist weder unser Promoter, noch unser Manager." Der US-Amerikaner hatte vor kurzem gesagt, ein Duell der Klitschko-Brüder wäre ihm 100 Millionen US-Dollar wert.
mig/sid/dpa