Mixed Zone Alonso frustriert, Schumacher kassiert
Hamburg - Renault-Pilot Ferando Alonso sieht die kommende Saison schon vor dem ersten Rennen kritisch. "Es wird schwer, die Erfolge zu wiederholen, die wir hatten. Es wäre natürlich eine frustrierende Saison, wenn wir nicht das Tableau anführen", sagte der Rückkehrer dem BBC. Bei den letzten Testfahrten in Barcelona konnte der Spanier mit seinem neuen R28 nur im Mittelfeld landen. Der neue Wagen sei zwar schon ein Schritt nach vorne, jedoch habe er noch nicht das Niveau, um Rennen zu gewinnen. Man brauche mehr Zeit und einige clevere Ideen, so der zweimalige Weltmeister.
Der Marktwert von Alonso-Vorgänger Michael Schumacher ist trotz Karriere-Ende vor eineinhalb Jahren ungebrochen hoch. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung soll Schumacher fünf Millionen Euro dafür erhalten, dass er seinen Namen einem Wolkenkratzer in Dubai leiht. "Den Deal habe ich eingefädelt", wird Manager Willi Weber zitiert. Das 29 Stockwerke hohe Bürogebäude wird den Namen "Michael Schumacher Business Avenue" erhalten. Die Nachfrage sei laut Weber riesig. Deshalb plane man auch im Emirat Abu Dhabi ein zweites Projekt. Das reine Wohngebäude soll ein paar Restaurants beherbergen und Anschluss an den Hafen haben.
Giro-Sieger Danilo di Luca hat sich gegen die Dopinganklage des Nationalen Olympischen Komitees Italiens (Coni) gewehrt und die Vorwürfe als "absurd" zurückgewiesen. "Kein Gericht verurteilt einen ohne Beweise", sagte der 32-Jährige der "La Gazzetta dello Sport". Der Italiener sieht sich als Opfer einer "Hass-Kampagne", nachdem ihm bereits durch die noch unbewiesenen Dopingvorwürfe die Teilnahme an der Rad-Weltmeisterschaft in Stuttgart verwehrt und er aufgrund seiner Kontakte zum verurteilten Dopingarzt Carlo Santuccione im Oktober vergangenen Jahres zu einer dreimonatigen Sperre verurteilt worden war.
"Jetzt wird es absurd", sagte di Luca, der nach eigener Aussage eine Einstellung des Verfahren erwartet hatte. Coni-Chefermittler Ettore Torri hatte gestern offiziell ein Disziplinarverfahren gegen di Luca eingeleitet und eine zweijährige Sperre wegen Dopings beantragt. Das Verfahren stützt sich auf eine von Torri nach der Königsetappe des Giro d'Italia 2007 zum Monte Zoncolan überraschend veranlasste Kontrolle. Dabei wurden unnatürlich niedrige Testosteron-Werte festgestellt. Torri vermutet nach Hinzuziehung von Experten eine unerlaubte Transfusion als Grund für die abnormalen Werte. "Dies reicht nicht für eine Anklage aus", behaupten dagegen di Lucas Verteidiger.
Der australische Gewichtheber Chris Rae ist nach seinem zweiten nachgewiesenen Canabis-Vergehen mit einer zweijährigen Dopingsperre belegt worden. Das gab der australische Gewichtheber-Verband heute bekannt. Der 27 Jahre alte Sieger der Commonwealth-Spiele 2006 war bereits 2004 für sechs Monate gesperrt worden, nachdem er erstmals positiv auf Canabis getestet worden war.
fpf/sid/dpa