Mixed Zone Armstrong gemeldet, Gießen will protestieren
Hamburg - Radprofi Andreas Klöden wird bei der Tour de France (4. bis 26. Juli) an der Seite des siebenmaligen Tour-Siegers Lance Armstrong (USA) für das Astana-Team fahren. Einen Tag nach der finanziellen Rettung des Rennstalls gab Astana sechs seiner insgesamt neun Fahrer für die Tour bekannt. Neben Armstrong und Klöden gehören der frühere Tour-Sieger Alberto Contador (Spanien), Levi Leipheimer (USA), Haimar Zubeldia (Spanien) und Jaroslaw Popowitsch (Ukraine) zum Aufgebot. Drei weitere Fahrer werden noch hinzukommen.
Radprofi Armstrong: Sechs von neun Fahrern stehen fest
Foto: MARCO TROVATI/ APBis Donnerstag hatten noch Zweifel am Fortbestehen des Astana-Rennstalls bestanden. Bei einem Treffen zwischen Teamchef Johann Bruyneel und dem kasachischen Radsport-Verband KCF waren dann aber die Finanzprobleme gelöst und der drohende Lizenzentzug abgewendet worden.
Der des Kokaindopings überführte Radprofi Tom Boonen will für eine Starterlaubnis bei der diesjährigen Tour de France notfalls durch alle gerichtlichen Instanzen gehen. Das gab Boonens Quick-Step-Team am Freitag bekannt, nachdem die Tour-Organisation Aso dem 28-jährigen Belgier am Donnerstag Startverbot erteilt hatte.
Boonen war in seiner Karriere insgesamt dreimal des Kokainkonsums überführt worden. Da Boonen zuletzt bei einer Trainingskontrolle auffällig geworden war, blieb der Test ohne Konsequenzen seitens des Radsport-Weltverbandes UCI. Kokain ist nur im Wettkampf verboten. Die Aso hatte Boonen ausgeschlossen, weil dessen Image "nicht mit dem der Tour de France vereinbar" sei.
Die LTi Gießen 46ers haben nach dem freiwilligen Rückzug der Giants Nördlingen ihren Einspruch gegen den Abstieg aus der Basketball-Bundesliga (BBL) angekündigt. Der Verein teilte am Freitag mit, dass man nach eingehender juristischer Prüfung nicht länger als sportlicher Absteiger gelten dürfe und in der Abschlusstabelle als 16. geführt werden müsse. Das würde für das Bundesliga-Gründungsmitglied die sportliche Qualifikation für die kommende Saison bedeuten.
Die BBL hatte nach dem Nördlinger Rückzug Anfang Juni allerdings angekündigt, Gießen weiterhin auf Platz 17 und damit als sportlichen Absteiger zu führen. Sollte die Liga-Führung bei dieser Entscheidung bleiben, werden die 46ers Einspruch beim BBL-Schiedsgericht einlegen.
"Das Regelwerk, insbesondere die Ausschreibung und die Spielordnung, regelt unseres Erachtens den aktuellen Fall in eindeutiger, nämlich in der von uns vorgetragenen Weise", sagte Gießens Geschäftsführer Christoph Syring. Es handele sich nicht um ein "Hintertürchen", sondern um die aus ihrer Sicht konsequente Auslegung der entsprechenden Regeln, die für alle Teilnehmer bindend seien, erklärte Syring.
Gleichzeitig kündigte der Club seine Bewerbung für das Wildcard-Verfahren um einen Startplatz für die kommende BBL-Saison an, da mit einer Entscheidung des Schiedsgerichts zu einem möglichen Einspruch nicht vor der ersten Juli-Woche zu rechnen sei. Die Bewerbungen für das Wildcard-Verfahren müssen jedoch bereits bis zum 30. Juni bei der BBL eingereicht werden. Nach Sichtung aller eingegangenen Anträge wird die BBL-Gesellschafterversammlung am 9. Juli entscheiden, ob überhaupt und gegebenenfalls an wen die Wildcard vergeben wird.
Handball-Nationalspieler Michael Müller wechselt innerhalb der Bundesliga vom TV Großwallstadt zu den Rhein-Neckar Löwen. Der 24-jährige Linkshänder hat einen Vertrag bis 2012 unterschrieben. "Die Rhein-Neckar Löwen haben eine riesige sportliche Zukunft vor sich. Da möchte ich dabei sein und mit den Löwen auch Titel gewinnen", sagte Müller.