Mixed Zone: Boonens Fehlen, Bauermanns Fehler - DER SPIEGEL
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Mixed Zone Boonens Fehlen, Bauermanns Fehler

Ein Rad-Weltmeister fällt für die Titelkämpfe in diesem Jahr aus. Ein des Dopings verdächtigter Kollege kämpft dagegen noch um die Teilnahme. Basketball-Bundestrainer Dirk Bauermann muss sich heftige Kritik anhören.
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Hamburg - "Ich werfe ihm vor, dass er auf die Vergangenheit setzt, nicht auf die Zukunft. Ich vermisse bei ihm die Kraft, einen Neuanfang zu machen", sagte Axel Schweitzer, der Sprecher des Aufsichtsrates des siebenmaligen deutschen Meisters Alba Berlin, im Gespräch mit der "Berliner Morgenpost". Zwar sei der fünfte Platz bei der Europameisterschaft in Spanien ein gutes Resultat. Aber es wäre falsch, dass mit Johannes Herber der jüngste Spieler im deutschen Team 24 Jahre alt sei. "Das ist fahrlässig. Da wird die Zukunft des deutschen Basketballs verspielt", sagte Schweitzer.

Basketball-Nationaltrainer Bauermann: Zu altes Team

Basketball-Nationaltrainer Bauermann: Zu altes Team

Foto: AFP

Die Mannschaft um Superstar Dirk Nowitzki war mit durchschnittlich 28,8 Jahren die älteste der EM. Schweitzer übte zudem Kritik an der Doppelfunktion des Bundestrainers Bauermann, der auch Coach des deutschen Meisters Brose Baskets Bamberg ist: "Nehmen wir das Beispiel Steffen Hamann: Hat der gespielt, weil er so toll war? Oder vielleicht doch, weil er in Bamberg auch Bauermanns erste Option ist?" Laut Schweitzer stelle sich die Frage, wo da die Objektivität bliebe.

Der Belgier Tom Boonen, Weltmeister von 2005, hat seinen Start bei der Straßen-WM in Stuttgart am 30. September abgesagt. Das gab der belgische Radsport-Verband heute bekannt. Boonen leidet an Knie- und Rückenproblemen. Er war bei der Spanien-Rundfahrt in der vorigen Woche gestürzt und hatte das Rennen aufgegeben.

Der Streit über den Start des Spaniers Alejandro Valverde bei der WM in Stuttgart soll indes vom Obersten Sportschiedsgerichtshof Cas in Lausanne entschieden werden. Der Weltverband UCI stimmte einem entsprechenden Vorschlag der spanischen Federation RFEC zu. Die UCI hat dem 27-Jährigen die WM-Teilnahme verweigert, weil er Verdacht steht, Kunde des spanischen Dopingarztes Eufemiano Fuentes gewesen zu sein. Der RFEC verwies darauf, dass die Ermittlungsakten der Operacion Puerto laut Gerichtsbeschluss nicht zur Überprüfung herangezogen werden dürfen und nahm Valverde ins WM-Aufgebot auf. Dieser war im Vorjahr WM-Dritter und zuvor schon zweimal Vizeweltmeister geworden.

Der Schweizer Titelverteidiger Alinghi hat das Protokoll des 33. America's Cup 2009 in Valencia einigen Änderungen unterzogen und will damit das US-Syndikat BMW-Oracle-Racing versöhnlich stimmen. Die Amerikaner hatten gegen die bisherige Version der Regularien protestiert und sogar vor dem Obersten Gerichtshof in New York Klage eingereicht. Alinghi hofft nun auf eine außergerichtliche Einigung und die Teilnahme von BMW-Oracle am 33. Cup. Gemäß des neuen Protokolls verfügen die Organisatoren der Veranstaltung nun über weniger Machtfülle und können einen Teilnehmer weder eigenständig disqualifizieren, noch die Herausforderung eines Teams ohne schwerwiegenden Grund ablehnen.

fpf/sid/dpa

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