Mixed Zone: Boxer untergetaucht, Dawydenko bestraft - DER SPIEGEL
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Mixed Zone Boxer untergetaucht, Dawydenko bestraft

Sie wollten um WM-Medaillen kämpfen, nun aber werden drei Boxer von der US-Polizei gesucht. Tennisprofi Dawydenko muss wegen mangelnder Einstellung eine Geldstrafe zahlen. Eine deutsche Marathonläuferin hat einen neuen Coach.
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Hamburg - Bei der Amateurbox-WM in Chicago haben sich drei Athleten offenbar abgesetzt. Doug Arnot vom Organisationskomitee der WM bestätigte, dass sich zwei Kämpfer aus Uganda sowie ein weiterer aus Armenien gestern von ihren Delegationen freiwillig entfernt hätten. Daraufhin habe man den Fall der Polizei übergeben, die jetzt nach den vermissten Faustkämpfern sucht. Die Box-Großmacht Kuba hatte bereits auf eine Teilnahme an den Titelkämpfen verzichtet. Der Karibik-Staat hatte Angst, dass seine Athleten die WM zur Massenflucht nutzen würden. Die Entscheidung fiel, nachdem sich im Juli zwei Boxer bei den Panamerikanischen Spielen vom Team abgesetzt hatten.

Der frühere Stabhochsprung-Weltmeister Giuseppe Gibilisco will vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas in Lausanne gegen seine zweijährige Doping-Sperre kämpfen. Diese wurde heute letztinstanzlich von Italiens Olympiaverband (Coni) verhängt. Dieser bestätigte somit das Urteil des italienischen Leichtathletik-Verbandes Fidal gegen den 28-Jährigen. Dieser hatte Gibilisco am 18. Juli wegen der Verwicklung in einen Dopingskandal gesperrt. Dem Weltmeister von Paris 2003 wurden Kontakte mit dem mutmaßlichen Doping-Arzt Carlo Santuccione nachgewiesen. Gibilisco hatte wenige Stunden nach der Anhörung seinen Rücktritt erklärt.

Langstrecklerin Sabrina Mockenhaupt wird ab sofort vom früheren 1500-Meter-Weltklasseläufer Paul Heinz Wellmann trainiert. "Dieser Schritt soll mich bei der Konzentration auf die Marathonstrecke mit Blick auf Olympia in Peking weiterbringen", kommentierte die 26-Jährige gegenüber dem Sport-Informations-Dienst den Wechsel von ihrem bisherigen Coach Heinz Weber zu Wellmann, der 1976 in Montreal Olympiadritter wurde. Anfang Oktober war der insgesamt zehnmaligen deutschen Meisterin über die Bahndistanzen 5000 und 10.000 Meter mit dem Marathon-Sieg in Köln ein erfolgreicher Einstieg auf der längsten olympischen Distanz gelungen. Dabei erfüllte sie frühzeitig in 2:29:33 Stunden die Norm für die Spiele 2008 in Peking.

Wegen mangelnden Engagements ist der Weltranglistenvierte Nikolaj Dawydenko von der Spielervereinigung ATP mit einer Geldstrafe von 2000 Dollar belegt worden. In der Begründung hieß es, der topgesetzte Russe habe sich gestern beim Tennisturnier in St. Petersburg nicht mit ganzer Kraft gegen die Niederlage gegen den Kroaten Marin Cilic gewehrt. Der Weltranglisten-102. Cilic hatte die Achtelfinalpartie 1:6, 7:5, 6:1 gewonnen.

Dabei waren dem bereits für das Masters in Schanghai qualifizierten Dawydenko nach souveränem Auftakt in den letzten beiden Sätzen viele unerzwungene Fehler sowie zehn Doppelfehler unterlaufen. Er wurde im letzten Durchgang sogar vom belgischen Stuhlschiedsrichter wegen mangelnden Einsatzes verwarnt. "Ich war geschockt, als er mir das sagte. Wie will er wissen, wie sehr ich versucht habe, zu gewinnen. Ich war von der ganzen Sache so überrascht, dass ich sogar angefangen habe zu weinen", sagte Dawydenko.

Tomas Behrend wird nach 16 Jahren seine Tenniskarriere in der kommenden Woche beim Challenger-Turnier in Aachen beenden. Der 32-Jährige tritt gemeinsam mit Christopher Kas im Doppel an. Der in Brasilien geborene Behrend hatte im September 2003 bei der 2:3-Niederlage des deutschen Teams gegen Weißrussland sein einziges Daviscup-Einzel bestritten und war mehrmals beim Arag World Team Cup in Düsseldorf für Deutschland am Start. Auf der ATP-Tour gewann der Sandplatz-Spezialist drei Doppel-Konkurrenzen.

mti/sid/dpa

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