Mixed Zone Cavendish glücklich, Hochspringer fatalistisch
Hamburg - Hochspringer Onnen sieht auch in der Leichtathletik eine starke Doping-Problematik. "Ich fürchte, dass sich die Leichtathletik nicht grundlegend vom Radsport unterscheidet. Die Zahl der Kontrollen nimmt zwar zu. Aber wer dopen will, der kann das auch, sogar in Deutschland", sagte der 25-jährige WM-Teilnehmer vor der morgen beginnenden Weltmeisterschaft in Osaka in einem Gespräch dem "Hamburger Abendblatt".
Hochspringer Onnen: "Stutzig bei Zahnspangen"
Foto: Getty ImagesAuch in seiner Disziplin spiele Doping eine Rolle. Bei vielen Konkurrenten denke er in der Tat, "dass sie dopen", sagte Onnen. "Anders kann man sich bestimmte Leistungssteigerungen nicht erklären. Stutzig werde ich auch bei einigen Osteuropäern meines Alters, die eine Zahnspange tragen. Oder bei Athleten, die man nur einmal im Jahr sieht, weil sie sonst nur in ihrer Heimat springen."
T-Mobile-Profi Mark Cavendish hat die zweite Etappe der Benelux-Radrundfahrt im Sprint für sich entschieden. Nach 199,1 Kilometern von Antwerpen zum Seebad Knokke-Heist lag der Brite vor Fred Rodriguez (USA/Lotto) und Wouter Weylandt (Belgien/Quick Step). "Es ist mein achter Saisonsieg, so kann es noch weitergehen", sagte der 22-Jährige. Der Sieger der ersten Etappe, Cofidis-Profi Nick Nuyens aus Belgien, verteidigte die Gesamtführung.
"Irreparable Differenzen"
Der Ire Michael Stone ist nach nur einem Jahr im Amt als Generalsekretär des Weltreiter-Verbandes Fei überraschend zurückgetreten. Die Fei gab "irreparable Differenzen" über die künftige Ausrichtung des Verbandes als Grund für die Demission an und dankte ihm für die "wichtige Rolle", die er für den Verband gespielt habe. Die Aufgaben von Stone sollen laut einer Sprecherin zunächst auf mehrere Personen verteilt werden. Über einen Nachfolger soll erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.
Der österreichische Springreiter Thomas Frühmann hat beim "Turnier der Sieger" in Münster die Hauptprüfung gewonnen. Mit seinem Pferd The Sixth Sense siegte Frühmann fehlerfrei mit einer Zeit von 60,50 Sekunden vor drei Deutschen. Armin Schäfer landete mit Cassini (0/61,21) auf Rang zwei vor Christian Ahlmann (Lorenzo;0/64,98) und Janne-Friederike Meyer (Lamsbrasco;0/65,59).
Zuvor hatte Ludger Beerbaum mit seiner Stute Gladdys (0/60,96) das Eröffnungsspringen gewonnen. Platz zwei ging an Franke Sloothaak mit Aquino (0/61,43). Dritter wurde Ahlmann mit Perry Lee (0/62,26). Münster ist die dritte Etappe der mit 510.000 Euro dotierten Riders Tour. Höhepunkt ist am Sonntag der mit 80.000 Euro ausgestattete Große Preis.
goe/sid/dpa