Mixed Zone Grönefeld scheidet aus, Entwarnung bei Springreitern
Hamburg - Anna-Lena Grönefeld hat den Einzug ins Viertelfinale der US Open in New York verpasst. Die Qualifikantin aus Nordhorn verlor im Achtelfinale gegen die an Nummer sechs gesetzte French-Open-Finalistin Dinara Safina (Russland) 5:7, 0: 6. Damit endete nach zuvor sechs Siegen in Serie das wundersame Comeback Grönefelds, die erst im Mai nach neunmonatiger Auszeit auf die Profitour zurückgekehrt war. Die 23-Jährige hatte zuletzt im Mai 2006 bei den French Open die Runde der letzten acht bei einem Grand-Slam-Turnier erreicht.
Bei brütender Hitze ließ Grönefeld ihr bislang so starkes Aufschlagspiel im Stich . Drei Breaks musste die Weltranglisten-141. gegen Safina im ersten Satz hinnehmen und brachte nur 37 Prozent ihrer ersten Aufschläge ins Feld. Im zweiten Durchgang musste sie eine besondere Demütigung hinnehmen. Grönefeld gelang kein Spiel, mit einem Doppelfehler beendete sie die Partie nach 75 Minuten.
Die Gerüchte um einen weiteren Dopingfall bei den deutschen Olympia-Reitern haben sich nicht bestätigt. "Alle Untersuchungen sind abgeschlossen. Der südamerikanische Fall war der letzte, so dass keine weiteren positiven Medikationskontrollen von den Olympischen Spielen in Hongkong zu erwarten sind", erklärte Hanfried Haring, Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung.
Bei dem "südamerikanischen Fall" handelt es sich um den Brasilianer Rodrigo Pessoa. Wie der Weltverband FEI bestätigte, wurde Pessoas Pferd Rufus nach dem olympischen Einzel-Finale am 21. August in Hongkong positiv auf die verbotene Substanz Nonivamide getestet. Pessoa hatte dort den fünften Platz belegt.
"Natürlich bin ich traurig. Aber eigentlich will ich nichts dazu sagen, ehe die B-Probe das Ergebnis nicht bestätigt", sagte Pessoa. Noch 2004 hatte er von der positiven Dopingprobe des Iren Cian O'Connor profitiert und nachträglich die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Athen erhalten.
Radprofi Linus Gerdemann fährt bei der Deutschland-Tour weiter im Gelben Trikot des Spitzenreiters. Die dritte Etappe über 214,9 Kilometer beendete der 25-jährige Columbia-Fahrer als Neunter und liegt im Gesamtklassement weiter 17 Sekunden vor seinem Teamkollegen Thomas Lövkvist aus Schweden. Den Tagessieg auf der zweitlängsten Etappe dieser Tour sicherte sich der Italiener Leonardo Bertagnolli. Pech hatte Gerolsteiner-Kapitän Markus Fothen. Er stürzte bei Regen auf der Abfahrt vom 530 Meter hohen Königstuhl nahe Heidelberg, konnte aber seine Fahrt fortsetzen.
Am Rande der Deutschland-Tour wurden zahlreiche Fahrerwechsel bekannt. Besonders aktiv war das neue Katiucha-Team, das mehrere Athleten verpflichtete. In der kommenden Saison werden der zwölffache Tour-de-France- Etappensieger Robbie McEwen aus Australien und der Russe Wladimir Karpets zum Nachfolge-Team von Tinkoff wechseln. Am diesjährigen Tour-Champion Carlos Sastre besteht ebenfalls Interesse. Die Milram-Mannschaft verstärkt sich mit Thomas Rohregger, der die diesjährige Österreich-Rundfahrt gewinnen konnte.
Radprofi Erik Zabel hat am Montag auf der dritten Etappe der Spanien-Radrundfahrt den Sieg nur knapp verpasst. Nach 165 Kilometern von Jaén nach Córdoba musste er im Massenspurt nur Ex-Weltmeister Tom Boonen aus Belgien und den Italiener Daniele Bennati den Vortritt lassen. Die Führung in der Gesamtwertung übernahm der bislang drittplatzierte Bennati vom spanischen Vortagssieger Alejandro Valverde.
Der deutsche Handballmeister THW Kiel startet mit einem Rekordetat von 7,8 Millionen Euro in die neue Saison. Als erster deutscher Handballclub übertreffen die Kieler die Marke von 7 Millionen Euro und steigern ihren Etat damit um 1,3 Millionen Euro. Insgesamt planen die 18 Vereine mit dem Rekord-Haushalt von 68,15 Millionen Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von zehn Prozent gegenüber der Vorsaison.
Die Kölner Haie haben den kanadischen Torhüter Frank Doyle unter Vertrag genommen. Damit reagierte der Eishockey-Club auf den Ausfall von Stammkeeper Robert Müller. Dieser musste sich wegen eines Gehirntumors eine Gewebeprobe entnehmen lassen und anschließend eine Reha-Maßnahme antreten. So lange Müller ausfällt, wird er durch Doyle ersetzt. Der 27-jährige Kanadier war zuletzt Schlussmann der Lowell Devils in der AHL, einer Sub-Liga der National Hockey League (NHL).
Mehrere DEL-Profis und -Verantwortliche haben den neuen Modus im deutschen Eishockey-Pokal scharf kritisiert und eine Revision gefordert. "Kinderkram. Ein eigenartiger, unlogischer Modus, der dem Zufall Tür und Tor öffnet", sagte Nationalspieler Stefan Ustorf von den Berliner Eisbären. Der Pokalsieger und Meister gehört zu den fünf Erstligisten, die trotz zweier Siege in der ersten Pokalrunde gescheitert waren. Je zwei DEL-Clubs mussten in Vierer-Gruppen zweimal auswärts bei unterklassigen Teams antreten, einen direkten Vergleich der Erstligisten gab es nicht. Am Ende entschied bei Punktegleichheit das Torverhältnis.
Tischtennis-Rekordnationalspieler Jörg Roßkopf wird Assistenztrainer beim Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB). Der 39-Jährige soll Bundestrainer Richard Prause bei der Arbeit mit dem Team um Timo Boll unterstützen. Erster offizieller Einsatz von Roßkopf ist die Europameisterschaft in St. Petersburg, wo die deutsche Mannschaft als Titelverteidiger und Favorit an den Start geht. Roßkopfs Vertrag läuft zunächst für eine Saison.
jok/dpa/sid