Mixed Zone: Hambüchen holt Bronze am Reck - DER SPIEGEL
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Mixed Zone Hambüchen holt Bronze am Reck

Dritter Platz für Fabian Hambüchen: Bei der Turn-WM in Rotterdam gewann er am Reck Bronze. Sein deutscher Konkurrent Philipp Boy landete auf Rang vier. Der alpine Weltcup-Auftakt der Männer ist dem Wetter zum Opfer gefallen. Handballer Adrian Wagner hat sich schwer am Kopf verletzt.
Turner Hambüchen: Dritter Platz am Reck
Turner Hambüchen: Dritter Platz am Reck

Turner Hambüchen: Dritter Platz am Reck

Foto: Matt Dunham/ AP
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Hamburg - Fabian Hambüchen hat das deutsche Duell gegen Philipp Boy gewonnen und bei den Turn-Weltmeisterschaften in Rotterdam die Bronzemedaille am Reck erkämpft. Nach Gold in Stuttgart vor drei Jahren war es für Hambüchen die zweite WM-Medaille an dem Gerät und die siebte WM-Medaille insgesamt.

Hambüchen erhielt 15,966 Punkte und musste sich damit nur dem Chinesen Zhang Chenglong (16,166) und dem Niederländer Epke Zonderland (16,033) beugen. Für Boy, der zuvor Vizeweltmeister im Mehrkampf geworden war, blieb am Sonntag mit 15,833 Punkten nur der vierte Platz. Titelverteidiger Zou Kai (China) war in Rotterdam gar nicht am Start. "Ich bin total happy. Mein Plan ist einhundertprozentig aufgegangen", sagte Hambüchen. Der enttäuschte Boy meinte: "Ich bin volles Risiko gegangen, habe alles versucht. Das war trotzdem für mich eine tolle WM."

Für den zweimaligen Weltcup-Gewinner Felix Neureuther hat der WM-Winter mit einem ärgerlichen Rennabbruch begonnen. Zum Saison-Auftakt fiel der zweite Durchgang des Riesenslaloms am Sonntag im österreichischen Sölden wegen Nebels aus. Dabei hatte der 26-Jährige als erster deutscher Alpin-Herr seit Jahren ebenso wie Fritz Dopfer wieder den zweiten Durchgang erreicht. Bitter war der Abbruch auch für den Franzosen Cyprien Richard, der als Führender des ersten Durchgangs auf seinen ersten Weltcup-Sieg gehofft hatte.

"Bei diesen Bedingungen macht es keinen Sinn. Die Sicht war zu schlecht", sagte Herren-Cheftrainer Karlheinz Waibel. Gerne hätte Waibel eine Bestätigung der guten Leistungen aus dem ersten Durchgang gesehen, den Neureuther als 18. und Dopfer als 28. beendet hatten. Aber die Nebelsuppe beendete den Arbeitstag vorzeitig. "Die Läufer haben kaum Bodensicht", sagte Wolfgang Maier, Alpin-Direktor des Deutschen Skiverbandes (DSV), und bei Spitzengeschwindigkeiten um die 80 Stundenkilometer war auch die Sicht zu den nächsten Toren nicht gut genug.

Das Endergebnis wurde beim Sieg des VfL Gummersbach beim DHC Rheinland zur Nebensache: Bei dem Spiel hat sich VfL-Linksaußen Adrian Wagner schwer am Kopf verletzt. Nach minutenlanger Behandlung wurde der ehemalige Nationalspieler aus der Halle getragen und in ein Krankenhaus gebracht. Dort diagnostizierten die Ärzte ein Schädel-Hirn-Trauma. Auf eigenen Wunsch verließ er mittlerweile die Klinik in Richtung oberbergische Heimat. Dort werde er sich, so VfL-Mannschaftsarzt Jochen Viehbahn, nun einige Tage absolut schonen müssen.

Der Unfall hatte sich in der 15. Minute ereignet. Wagner hatte fast an der Seitenauslinie einen langen Abwurf von Goran Stojanovic mit dem Rücken zum Dormagener Tor gefangen und sich dann mit Schwung umgedreht. Dabei prallte er unglücklich mit dem Isländer Sigurbergur Sveinsson zusammen. Gummersbach siegte 38:33 und bleibt im Verfolgerfeld der Bundesliga-Spitze.

Mayer verpasst Turniersieg gegen Federer, Görges verliert gegen Vinci

Florian Mayer hat seinen ersten Turniersieg auf der ATP-Tour verpasst. Der Weltranglisten-47. war am Sonntag im Finale der Stockholm Open beim 4:6, 3:6 gegen den Schweizer Roger Federer chancenlos. Federer feierte seinen dritten Titel in dieser Saison. Für den 27 Jahre alten Mayer, der bei seinem Halbfinal-Sieg gegen den Finnen Jarkko Nieminen am Samstag einen Matchball abgewehrt hatte, war es die dritte Endspielteilnahme der Karriere. Auf dem Weg ins Finale hatte Mayer in Schweden Feliciano Lopez (Spanien) und Top-Ten-Spieler Robin Söderling aus Schweden bezwungen.

Auch Julia Görges unterlag wie Mayer in einem Finale: Beim Tennisturnier in Luxemburg verlor die 21-Jährige gegen Roberta Vinci 3:6, 4:6. Die 27-jährige Italienerin feierte in Luxemburg ihren dritten WTA-Turniersieg. Zuvor hatte Vinci in Bogota (2007) und Barcelona (2009) zweimal auf Sand gewonnen. Görges war nach dem Halbfinal-Sieg gegen ihre deutsche Konkurrentin Angelique Kerber ins Endspiel eingezogen.

Das IOC treibt die Modernisierung seines olympischen Winter-Programms voran. Nach Medieninformationen stehen acht neue Disziplinen, darunter Frauen-Skispringen, vor ihren Olympia-Debüts bei den Spielen 2014 in Sotschi. Die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees wird am Montag in Acapulco entscheiden, welche Disziplinen in Zukunft olympisch sein werden.

Im Internationalen Skiverbandes (Fis) hoffen neben den Skispringerinnen die Disziplinen Ski-Halfpipe, Slopestyle für Snowboarder und Alpine und ein Team-Event für die Alpinen auf die Aufnahme ins olympische Programm. Zudem wird über ein Mixed-Staffelrennen im Biathlon und Teamwettbewerbe im Eiskunstlaufen und Rodeln diskutiert.

Zudem verschärft das IOC hat seine Maßnahmen gegen den internationalen Wettbetrug. Der Verband hat ein Regelwerk geschaffen, mit dem Athleten, Trainer und Funktionäre bestraft werden können, die illegal wetten. Entsprechende Dokumente wurden an die verschiedenen Nationalen Olympischen Komitees und internationalen Sportverbände verschickt. Die zeitnahe Gründung einer Welt-Anti-Wett-Agentur schloss IOC-Präsident Jacques Rogge allerdings aus.

Der ehemalige Eisschnellläufer Christian Breuer bleibt Aktivensprecher des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Die Vollversammlung der Aktivenvertreter der 61 DOSB-Spitzenverbände wählte den 33-Jährigen in München für weitere vier Jahre zum Vorsitzenden. Gleichzeitig wurde Ingo Weiss in Schwerin für weitere zwei Jahre als Vorsitzender der Deutschen Sportjugend (dsj) bestätigt.

aha/ulz/dpa/sid

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